Hamburg: Legendäre Kiez-Kneipe kündigt Veränderung an – manchen Gästen geht das gegen den Strich

Eine echte Institution in Hamburg-St. Pauli: Der „Elbschlosskeller“.
Eine echte Institution in Hamburg-St. Pauli: Der „Elbschlosskeller“.
Foto: picture alliance/dpa

Der Stillstand in Hamburg ist endlich beendet: Die Gastronomie darf sowohl Außen als ach Innen wieder öffnen. Den Lockdown haben einige Lokale für Renovierungarbeiten genutzt.

So auch der bekannte „Elbschlosskeller“ in Hamburg-St. Pauli. Hier wird hinter verschlossenen Türen gerade noch ordentlich gewerkelt. Das macht einige Besucher sehr skeptisch.

Hamburg: Berühmte Kneipe bleibt vorerst geschlossen

Wie deren Betreiber nun allerdings auf Facebook mitteilten, seien die Sanierungsarbeiten noch nicht abgeschlossen. Bis auf Weiteres bleibt die Kneipe deshalb auch für Besucher geschlossen und das, obwohl Innengastronomie in Hamburg mittlerweile wieder erlaubt ist.

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„Nein, wir öffnen noch nicht. Ohne Toiletten keine Öffnung. Nach wie vor befinden wir uns in der Sanierung, die etwas umfangreicher ist“, heißt es in dem Statement, das auf der Seite des Elbschlosskellers veröffentlicht wurde. Aktuell komme es zudem zu Verzögerungen bei den Bauarbeiten.

Ursprünglich sei eine Außengastronomie geplant gewesen, doch vor der Tür sei nun eine Baustelle und das Aufstellen von Mobiliar somit nicht möglich. Man wolle zudem die weiteren Entwicklungen abwarten.

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Daten und Fakten zur Reeperbahn:

  • Die Reeperbahn verläuft vom Millerntor in Richtung Westen bis zum Nobistor und ist 930 Meter lang
  • Die Reeperbahn erhielt ihren Namen von Taumachern und Seilern, den so genannten Reepschlägern, die für die Herstellung von Schiffstauen verantwortlich waren
  • Heute reihen sich zahlreiche Diskotheken, Bars, Strip-Clubs, Theater und Hotels auf der Reeperbahn aneinander
  • Auch bekannt als Hamburger Kiez ist die Reeperbahn die Anlaufstelle, wenn es um Vergnügung und Partyspaß geht
  • Weltweit ist die Reeperbahn auch als das Rotlichtviertel schlechthin bekannt und wird daher als „die sündigste Meile der Welt“ bezeichnet
  • Im Sommer zieht die Reeperbahn bis zu 50.000 Besucher am Wochenende an
  • Insgesamt besuchen rund 30 Millionen Menschen pro Jahr die Reeperbahn und ihre Seitenstraßen

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Hamburg: Gäste sehen Sanierung skeptisch

In den Kommentaren bringen Gäste ihre Bedenken zum Ausdruck. „Oh Gott. Also Öffnung nicht vor 2023. Viel Glück und viel Kraft“, befürchtet eine Frau. „Ob wir unseren geliebten Elschlosskeller wiedererkennen?“, fragt sich ein Besucher. „Wird ja zum richtigen Nobelschuppen“, kommentiert daraufhin ein anderer. „Hoffentlich bleibt bei all der Sanierung der gute alte Charme erhalten“, gibt ein weiterer zu bedenken.

Darauf hat der Elbschlosskeller schon die passende Antwort parat: „Wer jetzt Angst hat, dass der Elbschlosskeller nicht wiederzuerkennen sein wird, wird hier beruhigt“, schreiben die Betreiber. Man arbeite an den Toiletten und dem Background, auch das Büro bekomme einen neuen Anstrich, heißt es.

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Die Vielzahl der Gäste freut sich jedoch, von dem Team zu hören und wünscht ihm für die kommenden Wochen und Umbauten alles Gute: „Die Gäste und der Wirt samt Personal machen in erster Linie das Flair aus für mich. Ich fands großartig und ich bin überzeugt, dass es wieder so sein wird bei meinem nächsten Besuch“, schreibt eine Frau.

„Haltet die Ohren steif. Ihr schafft das schon. Aber es gibt ja Ausweichmöglichkeiten, die ja auch sehr schön geworden sind. Macht weiter so“, kommentiert eine andere.

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Derweil nimmt das Nachtleben an anderen Orten in Hamburg wieder ordentlich an Fahrt auf. Wie das vergangene Wochenende in der Schanze und auf St. Pauli verlief, kannst du >> hier lesen. (mik)