Kiel: Frau macht jeden Tag beunruhigende Beobachtung – jetzt richtet sie eine dringende Bitte an Eltern

In einer Facebook-Gruppe teilt eine Frau eine beunruhigende Geschichte mit und richtet dabei einen Appell an die Eltern (Symbolbild)
In einer Facebook-Gruppe teilt eine Frau eine beunruhigende Geschichte mit und richtet dabei einen Appell an die Eltern (Symbolbild)
Foto: imago images / penofoto

Kiel. Eine Frau macht in Kiel beunruhigende Beobachtungen – und ist deshalb in großer Sorge.

Sie berichtet über die Vorfälle in Kiel in einer Facebook-Gruppe und richtet dazu einen Appell an die Eltern.

Kiel: Frau berichtet und warnt Eltern

Sie schreibt: „Liebe Eltern, ich bitte euch inständig, überprüft bitte die Fahrräder eurer Kinder auf eine intakte Beleuchtung. Jeden Tag kommen mir Schulkinder auf dem Fahrrad ohne Licht entgegen. Kinder benötigen die Hilfestellung von uns Erwachsenen.“

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Unter dem Post wird fleißig kommentiert und auch diskutiert. Die Frau erhält ausschließlich Zustimmung von den Gruppen-Mitgliedern. „Hier kontrolliert fast jeden Morgen die Polizei die Fahrräder. Ist mir auch unverständlich, warum die Eltern keine Lust haben, mit darauf zu achten, dass das Licht an den Fahrrädern ihrer Kinder funktioniert“, schreibt eine Frau.

Eine andere Frau sieht nicht nur bei der intakten Beleuchtung ein Problem: „Und setzt euren Kinder endlich einen Helm auf! Fast täglich sehe ich kleine Kinder ohne Helm...“.

Kiel: „Das gilt nicht nur für Kinder“

Viele weitere User weisen zudem darauf hin, dass nicht nur die Kinder ohne Licht fahren. Auch viele Erwachsene halten sich scheinbar nicht an die Straßenverkehrsregeln. „Warum nur die Kinder? Ich habe heute morgen, wie so oft, Erwachsene gesehen, die ohne Licht und ohne Helm unterwegs waren“, schreibt eine weitere Kielerin.

Wie gefährlich das Fahrradfahren sein kann, zeigt eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes.

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Auch wenn Kinder bei Straßenverkehrsunfällen mit Personenschaden selten die Hauptschuld tragen, hat die Polizei 2019 insgesamt 9.668 Fehlverhalten von Kindern zwischen sechs bis einschließlich 14 Jahren festgestellt.

Appell aus Kiel erreicht viele Menschen

Die meisten Fehler (6.556) machten Kinder als Radfahrer. Die häufigsten:

  • Falsche Straßenbenutzung (1.304)
  • Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren (1.224)
  • Missachten der Vorfahrt/des Vorrangs (730)

Mit ihrem Appell hat die Frau jedenfalls viele Menschen erreicht und auch jede Menge Zustimmung erhalten. Ob die Eltern jetzt dadurch vielleicht die Fahrräder ihrer Kinder kontrollieren werden? (oa)

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