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Kiel: Bildungsministerin stinksauer! „Wollen die Kinder erneut als erstes leiden lassen“

Kiel: Bildungsministerin stinksauer! „Wollen die Kinder erneut als erstes leiden lassen“

© picture alliance/dpa | Christoph Soeder

Coronavirus: Verdachtsfall? Das musst du jetzt tun!

Du befürchtest, dich mit dem Coronavirus infiziert zu haben? Dann musst du das jetzt tun.

Was ist denn in der Landeshauptstadt Kiel los? Allem Anschein nach fliegen im Bildungsministerium aktuell die Fetzen.

Zumindest ist die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, Karin Prien (CDU), stinksauer und macht in Kiel eine klare Ansage.

Kiel streitet um die Weihnachtsferien

Es geht um die Weihnachtsferien dieses Jahr. Eigentliche etwas, worauf sich sicherlich viele Kinder freuen. Doch nun ist das Thema heiß umstritten.

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Das ist Kiel:

  • Kiel ist Landeshauptstadt und auch bevölkerungsreichste Stadt von Schleswig-Holstein
  • Hier leben rund 246.300 Menschen
  • Die Stadt ist ein bedeutender Stützpunkt der Marine
  • Kiel ist bekannt für den Handballverein THW Kiel und den Fußballclub Holstein Kiel
  • Jährlich lockt die Kieler Woche viele Besucher an

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SPD-Fraktionschefin Serpil Midyatli fordert nämlich dazu auf, die Weihnachtsferien auf Grund der aktuellen Lage der Corona-Pandemie zu verlängern. Prien entrüstet diese Forderung.

Es wundere sie, dass Frau Midyatli und die SPD erneut nicht an die Kinder und Familien im Land denke. „Sie haben sich solidarisch mit uns Erwachsenen gezeigt und zu jedem Zeitpunkt eine große Last in diesem gemeinsamen und gesellschaftlichen Kampf gegen Corona getragen“, lobt sie Kinder und Jugendliche.

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Ihrer Aussage nach gebe es keinen sachlichen Grund, die Ferien zu verlängern und „Kinder zu Hause sitzen zu lassen.“ Zumal die Studienlage zeige, „dass das geordnete Setting in den Schulen eher hilft, Infektionen zu vermeiden.“ Sie betont außerdem die guten Hygienekonzepte der Schulen.

Priens Meinung nach sei es also wichtig, die Schulen offen zu lassen. Um so wütender machte sie anscheinend die Forderung von Midyatli. Sie findet deutliche Worte für die SPD und macht ihr gleichzeitig schwere Vorwürfe: „Dass die Sozialdemokraten als erstes die Kinder erneut leiden lassen wollen, während auf den Weihnachtsmärkten dichtes Gedränge herrscht, legt nahe, dass es ihnen nicht um die Kinder und Jugendlichen, sondern um billigen Populismus aus der Opposition geht.“

Was passiert nun in Kiel?

Das ist mal eine klare Ansage! Und gleichzeitig auch eine krasse Anschuldigung gegenüber der SPD. Die wird mit dem Hinweis, dass sie in der Opposition sitzt, offensichtlich in ihre Schranken verwiesen.

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Wie die SPD wohl auf die wütenden Worte der Bildungsministerin reagieren wird? Das werden vermutlich spätestens die Weihnachtsferien zeigen. (fk)