Kiel: Restaurant droht das Aus, der Grund macht fassunglos – „Finde keine Worte“

Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel

Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel

Sylt ist eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland. Wir haben fünf überraschende Fakten zur Insel gesammelt.

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Die Corona-Pandemie setzt Gastronomen in ganz Deutschland zu. Auch im Norden hat es bereits einige Restaurants, Kneipen und Cafés getroffen, die für immer ihre Türen schließen mussten. In der Landeshauptstadt Kiel steht derzeit ein georgisches Lokal vor dem Aus. Doch Grund dafür ist nicht das Virus.

Was die Betreiber in Kiel zum Aufgeben zwingt, löst in der Stadt eine Welle der Solidarität aus. Im Fokus steht dabei der Küchenchef des Restaurants.

Kiel: Koch aus Georgien darf nicht mehr arbeiten

Seit vier Jahren arbeitet Zsotne Giunashvili als Küchenchef in dem Laden an der Holtenauer Straße. Doch seit mehreren Wochen darf er seine Kochjacke dort nicht mehr tragen. Wie die „Kieler Nachrichten“ berichten, ist das Arbeitsvisum des gebürtigen Georgiers abgelaufen.

Nach vier Jahren geschieht das automatisch. Damit er auch weiterhin Speisen zubereiten darf, wandte sich Giunashvili bereits zu Beginn der Jahres an die Zuwanderungsabteilung der Landeshauptstadt, um sein Visum zu verlängern.

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Das ist Kiel:

  • Kiel ist Landeshauptstadt und auch bevölkerungsreichste Stadt von Schleswig-Holstein
  • Hier leben rund 246.300 Menschen
  • Die Stadt ist ein bedeutender Stützpunkt der Marine
  • Kiel ist bekannt für den Handballverein THW Kiel und den Fußballclub Holstein Kiel
  • Jährlich lockt die Kieler Woche viele Besucher an

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Doch vorstellig werden durfte der Koch erst gut ein halbes Jahr danach. Nun gibt es traurige Neuigkeiten für den Mann aus Georgien: Sein Antrag wurde abgelehnt. Weil er als Koch in Deutschland nicht anerkannt wird, darf Giunashvili nicht mehr arbeiten.

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Die Betreiber des Restaurants haben alle Hebel in Bewegung gesetzt und versuchen nun, ihren Küchenchef weiter zu halten. Eine entsprechende Prüfung im Mai soll es ihm ermöglichen, auch weiterhin für die Kieler zu kochen. Zwar kann der Georgier nun noch weitere sechs Monate bleiben, doch bis zur Prüfung darf er weder arbeiten noch Leistungen beziehen.

Kiel: Unterstützung durch den Bürgermeister

Sogar Kiels Bürgermeister Ulf Kämpfer hat sich mittlerweile eingeschaltet und versucht, die Situation zu lösen. Doch leider bisher ohne Erfolg.

„Wir können nicht mehr planen und in unserem Laden auch nicht mehr die volle Gästezahl empfangen“, zitieren die „Kieler Nachrichten“ die Betreiberin. Ein Ersatzkoch sei derzeit nicht zufinden. „Unser Tod ist deshalb nur eine Frage der Zeit“, heißt es deshalb aus dem Restaurant.

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Um weiter Unterstützung zu finden, haben die Wirte eine Petition gestartet und bereits viele digitale Unterschriften sammeln können. Knapp 4.000 Menschen setzten sich >>> hier bisher für den Koch und das Restaurant ein. Das sorgt endlich für ein Fünkchen Hoffnung bei der Betreiberin: „Ich finde keine Worte, um meine Gefühle zu beschreiben.“ Bleibt zu hoffen, dass Zsotne Giunashvili bald wieder kochen darf und sein Restaurant die schwierige Zeit übersteht. (mik)