Lübeck: Mutmaßliche Entführung im Einkaufszentrum? Polizei findet klare Worte

In Lübeck hat sich eine Falschmeldung per Facebook verbreitet (Symbolbild).
In Lübeck hat sich eine Falschmeldung per Facebook verbreitet (Symbolbild).
Foto: picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt

Immer wieder kursieren Falschmeldungen in Sozialen Netzwerken. Ein aktueller Fall hat in dieser Woche in der Hansestadt Lübeck für Aufregung gesorgt.

In einem Facebook-Beitrag ist von einem Entführungsfall in einem Einkaufszentrum in Lübeck die Rede. Die Polizei hat sich nun mit deutlichen Worten zu dem Post geäußert.

Lübeck: Verdächtiger Facebook-Link

Wie die Polizei mitteilt, kursierte in dem Netzwerk ein Link, der über einen angeblichen Entführungsfall einer Achtjährigen berichtet. Demnach soll eine Julie S. in einem Einkaufszentrum spurlos verschwunden sein.

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„Der Post suggeriert, dass die Polizei um Mithilfe bei der Ergreifung des Täters bittet und verweist auf ein Video, das sich nicht öffnen lässt“, heißt es in der Polizeimeldung.

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Das ist Lübeck:

  • Flächenmäßig ist Lübeck die größte Stadt Schleswig-Holsteins
  • Das geschlossene Stadtbild wurde 1987 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt
  • Die Hansestadt zählt 1800 denkmalgeschützte Gebäude
  • Lübeck zählt rund 220.000 Einwohner

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Lübeck: Kein Entführungsfall bekannt

Die Polizei betont, dass kein entsprechender Fall bekannt sei und der Beitrag offenbar in betrügerischer Absicht erstellt und verbreitet wurde.

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Offizielle Zeugenaufrufe erfolgen demnach ausschließlich durch die Polizei selbst und nicht durch Beauftragte. Die Beamten raten daher dazu, Links genau zu prüfen und sie im Zweifel weder zu öffnen noch zu teilen. (mik)