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Lübeck, Kiel und Co.: Mega-Streik in Norddeutschland – DAS muss man jetzt wissen

Lübeck, Kiel und Co.: Mega-Streik in Norddeutschland – DAS muss man jetzt wissen

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Booster-Impfung: Darum ist sie jetzt so wichtig!

Die vierte Welle ist da und viele stellen sich nun die Frage: Brauche ich die dritte Impfung gegen das Coronavirus?

Am Dienstag wird es zu großen Einschränkungen in öffentlichen Nahverkehr kommen. Besonders die Städte Kiel und Lübeck sind betroffen.

Ein großer Warnstreik wird in Lübeck und Kiel und ebenfalls in den Städten Flensburg und Neumünster den ÖPNV komplett lahmlegen. Wer dort unterwegs ist, sollte sich jetzt gut informieren.

Lübeck und Kiel: Ganztägiger Warnstreik

Busfahrgäste in Lübeck, Kiel, Neumünster und Flensburg müssen sich am Dienstag (15. Februar) nach Alternativen umsehen, denn die Gewerkschaft Verdi ruft zu einem ganztägigen Warnstreik auf.

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Das ist Lübeck:

  • Flächenmäßig ist Lübeck die größte Stadt Schleswig-Holsteins
  • Das geschlossene Stadtbild wurde 1987 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt
  • Die Hansestadt zählt 1800 denkmalgeschützte Gebäude
  • Lübeck zählt rund 220.000 Einwohner

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Betroffen sei in Lübeck laut den „Lübecker Nachrichten“ vor allem der Stadtverkehr. Die Lübeck-Travemünder-Verkehrsgesellschaft hingegen sei von dem Streik ausgenommen und soll nach Plan fahren. Auf die Buslinien 30, 31, 32, 33, 35, 38, 38 und 40 ist deshalb auch am Dienstag Verlass.

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Lübeck und Kiel mit ähnlichen Problemen

Ebenfalls betroffen vom Streik in Lübeck sei jedoch die Priwallfähre und die Norderfähre. Beide sollen nicht wie sonst Autos transportieren und stattdessen in einen Notbetrieb wechseln. Stündlich sollen sie lediglich Fußgänger von einem Ufer zum anderen bringen.

In Kiel sieht die Lage ähnlich aus. Die Kieler Verkehrsgesellschaft schreibt: „Alle Fahrten vom Betriebsbeginn am Dienstagmorgen bis zum Betriebsbeginn am folgenden Mittwoch – einschließlich der Nachtbuslinien“ sollen ausfallen.

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Lübeck und Kiel: Unternehmer sehen ihre Chance!

Die „Schwentinelinie F2“ werde allerdings normal pendeln, weshalb Fahrgäste, die zwischen dem Ost- und Westufer wechseln müssen, auf die Fähre ausweichen können. Ebenfalls nicht betroffen vom Warnstreik sind die Fahrten der Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP) und der Autokraft.

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Das ist Kiel:

  • Kiel ist Landeshauptstadt und auch bevölkerungsreichste Stadt von Schleswig-Holstein
  • Hier leben rund 246.300 Menschen
  • Die Stadt ist ein bedeutender Stützpunkt der Marine
  • Kiel ist bekannt für den Handballverein THW Kiel und den Fußballclub Holstein Kiel
  • Jährlich lockt die Kieler Woche viele Besucher an

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Was für alle, die auf den öffentlichen Nahverkehr in den Städten angewiesen sind, sicherlich ärgerlich ist, ist für andere eine Chance. Die beiden E-Scooter Anbieter „Lime“ und „Voi“ würden für die Dauer des Streiks zusätzliche Fahrzeuge in Lübeck verteilen, schreiben die „LN“. „Voi“ will sogar zwei Freifahrten anbieten.

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Warum wird in Lübeck, Kiel und Co. gestreikt?

Grund für den Streik ist eine Tarifverhandlung, in der am Donnerstag keine Einigung erreicht wurde. Der Arbeitgeber für öffentlichen Personennahverkehr in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg biete nach eigenen Angaben für 2022 eine Corona-Sonderprämie von 600 Euro an und ab 2023 eine Erhöhung der Entgelte um 1,5 Prozent.

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Verdi hingegen fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,5 Euro pro Stunde, rückwirkend zum 1. Januar 2022.

Lübeck, Kiel und Co. finden Forderungen zu hoch

Doch die Arbeitgeberseite findet die Forderung deutlich überhöht, insbesondere zu Zeiten rückläufiger Fahrgastzahlen und Coronabedingter Mehrkosten.

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Da es bei den Verhandlungen am Donnerstag zu keiner Einigung kam, will Verdi nun zum Mittel des Warnstreiks greifen, um sich Gehör zu verschaffen. (dpa/fk)