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Lübeck: Mann (29) stirbt an der Ostsee – was Menschen am Strand tun, ist schlimm

Menschen am Strand in Lübeck-Travemünde. Foto: IMAGO / imagebroker

Am Mittwochnachmittag (20. Juli) machte ein SUP-Fahrer an der Ostsee eine schreckliche Entdeckung. Und leider nicht nur das.

Auch das Verhalten einiger Gäste an der Ostsee an diesem Tag ließ sehr zu wünschen übrig.

Lübeck: Leiche wird in der Ostsee gefunden

Am Mittwochnachmittag (20. Juli) fand ein 37-jähriger SUP-Fahrer den leblosen Körper eines Mannes in der Ostsee vor Travemünde. Der SUP-Fahrer aus Lübeck wurde gegen 16 Uhr auf den regungslos im Wasser treibenden Mann aufmerksam, zog ihn auf sein SUP-Board und versuchte ihn wiederzubeleben.

Bis zum Eintreffen der DLRG und des Rettungsdienstes übernahmen auch einige andere Strandbesucher die Reanimationsmaßnahmen.

Was dann passierte, ist allerdings kaum zu glauben. Eine Menschentraube sammelte sich um den regungslosen Mann. Was sie dann tat, ist erschreckend.

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Das ist Lübeck:

  • Flächenmäßig ist Lübeck die größte Stadt Schleswig-Holsteins
  • Das geschlossene Stadtbild wurde 1987 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt
  • Die Hansestadt zählt 1800 denkmalgeschützte Gebäude
  • Lübeck zählt rund 220.000 Einwohner

Trotz des engagierten Eingreifens der Strandbesucher verstarb der Mann.

Wie die Lübecker Polizei mitteilte handelt es sich um einen 29-Jährigen, der in Hamburg wohnt. „Nach jetzigem Kenntnisstand brach er allein zu einem Badeausflug an die Ostseeküste auf. Ermittlungen haben ergeben, dass der Verstorbene Nichtschwimmer war und ertrunken ist. Es handelte sich um einen Unfall“, heißt es.

Lübeck: Schaulustige filmen den Toten

Überschattet wurde das tragische Geschehen von einer sehr hohen Anzahl Schaulustiger, die pietätlos in Begleitung ihrer Kinder, die Rettungsmaßnahmen nicht nur beobachteten, sondern auch filmten und der wiederholten Aufforderung der Polizei, den Bereich zu verlassen, nicht nachkamen.

Es ging sogar soweit, dass notdürftig mittels Strandlaken und Handtüchern errichtete Sichtbarrieren ignoriert und Mobiltelefone darüber gehalten wurden, um die Sensationslust zu stillen.


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Aufgrund der Vielzahl der Anwesenden und des eigentlichen Einsatzgrundes, nämlich Menschenleben zu retten, gelang es der Polizei nicht, die Personalien der Schaulustigen festzustellen und ein Strafverfahren wegen des Fotografierens oder Filmens eines Unfalles einzuleiten, was mit einer Geldbuße oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren geahndet werden kann. (kl/dpa)