Lübeck: Polizei ist auf Streife – und macht eine lebensgefährliche Entdeckung

Die Polizei und die Seenotretter waren vor Lübeck-Travemünde im Einsatz.
Die Polizei und die Seenotretter waren vor Lübeck-Travemünde im Einsatz.
Foto: IMAGO / Winfried Rothermel / DGzRS

Sehr großes Glück hatten am Sonnabend zwei Segler vor Lübeck-Travemünde. Deren Ausflug wäre nämlich beinahe in einer riesigen Katastrophe geendet.

Nur zufällig wurden die beiden von einem Polizeiboot, das auf Streife war, entdeckt. Zuvor waren sie mit ihrem Boot vor Lübeck-Travemünde gekentert.

Lübeck: Mann war entkräftet

Laut Mitteilung der Polizei seien die beiden entkräftet gewesen und wurden an Bord des Bootes geholt. Der Mann war unterkühlt und habe sogar kurzzeitig das Bewusstsein verloren.

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Auch die Seenotretter (DGzRS) wurden informiert und trafen wenig später am Unglücksort ein. „Einer der freiwilligen Seenotretter ging, ausgerüstet mit einem Überlebensanzug, in die 18 Grad Celsius kalte Ostsee, um die Jolle wiederaufzurichten und das entstandene Schifffahrtshindernis zu beseitigen. Dies war mit einigen Schwierigkeiten verbunden, da der Mast der Jolle bei der Kenterung beschädigt worden war“, schreibt die DGzRS dazu.

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Der zuvor gekenterte Segler wollte wohl dabei helfen und sprang ins Wasser. „Dabei überschätzte der Mann offenbar seine Kräfte. Er zeigt Anzeichen eines Schwächeanfalls. Der Rettungsmann im Wasser erkannte sofort den Ernst der Lage.“

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Das ist Lübeck:

  • Flächenmäßig ist Lübeck die größte Stadt Schleswig-Holsteins
  • Das geschlossene Stadtbild wurde 1987 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt
  • Die Hansestadt zählt 1800 denkmalgeschützte Gebäude
  • Lübeck zählt rund 220.000 Einwohner

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Ab nach Lübeck-Travemünde

Der erschöpfte Segler wurde letztlich an Bord des Bootes der Seenotretter geholt. Mit Höchstgeschwindigkeit ging es dann nach Lübeck-Travemünde, wo er dem Landrettungsdienst übergeben wurde. Eine ambulante Aufnahme war aber nicht nötig, sein Zustand stabilisierte sich.

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Die 29-jährige Seglerin kam mit dem Polizeiboot wieder an Land. Sie und der 38-Jährige wurden später von ihren Familien abgeholt. Der DGzRS gelang es letztlich auch, ihre Jolle aufzurichten und nach Lübeck-Travemünde zu bringen. Sie erlitt Mastbruch. Ursache waren laut Polizei wohl nach ersten Feststellungen „plötzlich aufgetretene Windböen“. (rg)