Manuela Schwesig bedankt sich, dann bekommt sie heftigen Gegenwind – „Katastrophal“

Manuela Schwesig hat sich auf Instagram zurückgemeldet – und musste gleich heftige Kritik einstecken.
Manuela Schwesig hat sich auf Instagram zurückgemeldet – und musste gleich heftige Kritik einstecken.
Foto: imago images/BildFunkMV

In den letzten Wochen hat Manuela Schwesig, aufgrund ihrer Reha-Therapie, die Aktivitäten in den sozialen Netzwerken pausiert. Stattdessen hat sie diese von Privatpersonen bespielen lassen, die ihre persönlichen Geschichten teilten.

Nun hat sich die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern auf Instagram zurückgemeldet. Doch prompt bekommt Manuela Schwesig heftigen Gegenwind.

Manuela Schwesig bedankt sich auf Instagram

Es sollte eigentlich nur ein kurzes „Dankeschön“ an die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern (MV) werden. Auf ihrem Instagram-Account teilt Manuela Schwesig einen Beitrag, in dem sie sich für das gewissenhafte Verhalten ihrer Mitbürger bedankt:

„Vielen Dank allen in MV, die fünf Wochen Lockdown durchgezogen haben und die dritte Welle gebrochen und unsere Landesinzidenz von 150 auf 37 gesenkt haben. Jetzt gehen wir Schritt für Schritt aus #coronapandemie.“

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Schwesig bedankt sich außerdem bei den Impfteams und kündigt weitere Lockerungen an, wie die Sport und Kulturmöglichkeiten, die ab 1. Juni wieder möglich seien sollen.

Doch trotz dieser nett gemeinten Worte sind zahlreiche Menschen nicht wirklich begeistert und kritisieren die Politik der Ministerpräsidentin.

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Das ist Manuela Schwesig:

  • Manuela Schwesig wurde am 23. Mai 1974 in Frankfurt (Oder) geboren
  • Aufgewachsen ist sie in Seelow in der DDR auf
  • Sie gehört seit 2003 dem Vorstand des SPD-Kreisverbands Schwerin an und seit 2005 dem Vorstand der SPD Mecklenburg-Vorpommern
  • von 2008 bis 2013 war sie Landesministerin in Mecklenburg-Vorpommern und von 2013 bis 2017 Bundesfamilienministerin unter Angela Merkel
  • seit dem 4. Juli 2017 ist Schwesig Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzende der SPD Mecklenburg-Vorpommern
  • In beiden Ämtern ist sie die Nachfolgerin von Erwin Sellering

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Kritik für Manuela Schwesig

Zunächst stellt ein Mann die Rechnung der Politikerin in Frage. Er freue sich zwar über die Inzidenz, aber der Lockdown wäre länger als fünf Wochen gewesen: „Anfang November ist ein bisschen länger als fünf Wochen“.

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Eine andere Frau stellt auch so manche Widersprüche in den Raum, in denen augenscheinlich anderorts Maßnahmen stärker sind: „Keine Abibälle, aber tausende Hansafans ohne Maske. Ohne Worte.“

Dazu kommentiert eine andere: „Und Samstag 6.000 Fans feiern lassen vor dem Rostocker Rathaus. Wen wollen sie noch für blöd verkaufen?“ Auch lassen sich zahlreiche Kommentare in Bezug zum Dauerbrenner „Tourismus in MV“ finden.

Dabei gab es vergangene Woche ein ordentliches Hin- und Her zwischen Politikern in Mecklenburg-Vorpommern. Und obwohl eine frühere Öffnung des Tourismus erst am Mittwoch besprochen werden sollte (>>> hier mehr dazu), weiß Schwesig anscheinend schon mehr.

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In ihrem Beitrag verkündet die Ministerpräsidentin: „Und auch der Tourismus wird eher möglich“. Obwohl das viele Menschen freuen sollte, reagieren diese mit heftiger Kritik.

Manuela Schwesigs Politik wird als „katastrophal“ bezeichnet

Ein Mann schreibt beispielsweise: „Der Tourismus muss sofort geöffnet werden, der Einzelhandel und die Gastronomie benötigen die Touristen. Nur so als Hinweis, falls Ihnen das noch keiner gesagt hat. Ihre Politik ist katastrophal.“

Harte Worte für die Ministerpräsidentin, aber damit ist der Mann nicht allein.

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Eine Frau schreibt weiter: „Dem Tourismus ist eine schnelle Öffnung zu wünschen. Die Kommunikation des Landes ist wie immer katastrophal. Mit der Ankündigung für den 14. Juni wurde vieles gecancelt, was jetzt bei einer früheren Öffnung möglich gewesen wäre. Danke für nichts.“

Es bleibt abzuwarten, was die offiziellen Besprechungen am kommenden Mittwoch tatsächlich ergeben. (pag)