„Mein Schiff“: Notfall an Bord! Wie Passagiere reagieren, ist kaum zu fassen

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Von Jahr zu Jahr stechen mehr Touristen in See. Kreuzfahrten werden weltweit immer beliebter. Auch immer mehr Deutsche machen Urlaub auf hoher See.

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Auf Dampfern der Aida oder „Mein Schiff“ kommt es leider immer wieder zu Notfällen. Muss ein Passagier schnell ins Krankenhaus, fordert die Crew einen Rettungshubschrauber an.

In jüngster Vergangenheit kam es zu Rettungseinsätzen auf der „Mein Schiff 6“ und der „Aida Nova“. Doch wie Gäste an Bord reagierten, geht gar nicht – und wird aktuell heiß diskutiert.

Mein Schiff“: Notfall an Bord

Als der Rettungshubschrauber direkt über der „Mein Schiff 6“ schwebte, sollte das Deck eigentlich frei sein. Die Passagiere waren schließlich dazu aufgefordert worden, in ihren Kabinen zu bleiben und den Weg für die Ausschiffung freizuhalten. Doch nicht wenige Urlauber taten stattdessen etwas anderes.

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Urlauber, die auf der „Mein Schiff 6“ waren und den Rettungseinsatz beobachteten, berichten, dass einige Passagiere den Anweisungen der Crew nicht folgten und den Einsatz sehen und sogar fotografieren wollten.

Eine Frau machte ein Foto vom Hubschrauber, der zum Rettungseinsatz auf der „Mein Schiff 6“ flog. Sie teilte das Bild in einer Facebook-Gruppe und kritisiert, dass der Einsatz „ewig“ gedauert habe.

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Daten und Fakten zu „Mein Schiff“:

  • Insgesamt sieben Kreuzfahrtdampfer zählen zur „Mein Schiff“-Flotte der Reederei Tui Cruises
  • Die gesamte „Mein Schiff“-Flotte fährt unter der Flagge von Malta, daher gibt es auch keine Umsatzsteuer an Bord
  • Die Reederei hat ihren Firmensitz in Hamburg
  • Bis voraussichtlich 2026 sollen drei neue „Mein-Schiff“-Kreuzer gebaut werden
  • Insgesamt ca. 6.980 Besatzungsmitglieder sind an Bord der Schiffe für Tui Cruises im Einsatz

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„Mein Schiff“-Fans sind wütend

Das Posting ließ viele Menschen nahezu ausrasten. Viele Gruppenmitglieder können es nicht nachvollziehen, dass die Urlauberin einfach ein Foto vom Rettungseinsatz machte. „Solche Bilder sind einfach nur sinnlos!“, merkt ein sichtlich wütender Mann an.

Für viele Gruppenmitglieder ist das Verhalten von „Gaffern“ komplett inakzeptabel. Eine Frau findet das Posting „unmöglich und respektlos.“

Andere Stimmen merken an, ein Bild von einem Hubschrauber habe doch nichts verwerfliches, es sei doch niemand zu erkennen. Dass hier wohl keine Verletzung der Privatsphäre vorliegt, dürfte klar sein – doch das Problem gestaltet sich anders.

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Erst vor wenigen Wochen gab es auf der „Aida Nova“ einen Notfall, in Folge dessen ein Hubschrauber anrücken musste. Schaulustige hielten sich nicht an die Anordnungen, dem Geschehen fernzubleiben und behinderten den Einsatz, wie eine Frau von Bord ebenfalls in den sozialen Netzwerken berichtete. Sogar der Kapitän habe drei Durchsagen machen müssen. Niemand habe auf den Balkonen oder in den Außenbereichen stehen dürfen.

Manche Passagiere ahnen nicht, wie sehr sie durch blinde Neugier einen Rettungseinsatz blockieren können. Einen Einsatz aus nächster Nähe zu beobachten oder gar aufzunehmen kann gefährlich sein und setzt im schlimmsten Fall das Leben von Menschen aufs Spiel. (mae)