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„NDR Talk Show“: Alida Gundlach zerlegt Verona Pooth – und die Sendung gleich mit

Bei der „NDR Talk Show“ wird es bei einem Thema besonders hitzig. Alida Gundlach und Verona Pooth beginnen lautstark zu diskutieren.

© IMAGO / Stephan Wallocha

Das ist der NDR

Freitagabend, den 17. November, saßen viele Zuschauer, laut NDR waren es im Sendegebiet 511.000 und damit ein Anteil von 14,8 Prozent, vor ihrem Fernseher, um eine neue Folge der „NDR Talk Show“ zu sehen.

Für den „NDR Talk Show“-Moderator Johannes Wimmer war es nach rund einem Jahr sogar die letzte Sendung. Doch das blieb nicht das einzige erwähnenswerte Detail des Abends. Es wurde sogar laut.

„NDR Talk Show“: Nachfolge für Johannes Wimmer

Zwei Gäste in der „NDR Talk Show“-Runde sorgten besonders für Aufmerksamkeit. Vor der Sendung wurde der Abschied von Johannes Wimmer überraschend wenig thematisiert (hier mehr), dafür kam das Thema Nachfolge aber direkt zum Start auf den Tisch.

Moderatorin Bettina Tietjen konfrontierte Ex-Talkshow-Moderatorin Alida Gundlach direkt mit der Frage aller Fragen: „Alida da wird ein Platz mir gegenüber wieder frei. Wie wär’s, hast du Lust?“ Dass die Frage ironisch gemeint sein dürfte, macht schon der Fakt deutlich, dass die 80-Jährige – mit Unterbrechungen – bereits 17 Jahre lang die „NDR Talk Show“ moderiert hat.

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Demnach ist die Antwort für Gundlach klar: „Die Talkshow-Zeiten sind vorbei“, erwidert sie. Schon hier beginnt sie jedoch mit stichelnden Kommentaren, die auf die Veränderung der Talkshow abzielen: „Außerdem braucht ihr bald Servietten für den Charme, den ihr da untereinander verteilt. Das ist ja übel“, meint sie, zu diesem Zeitpunkt noch lachend.

„Die Komplimente, die ihr euch hier untereinander einschenkt, das ist eigentlich echt unüblich unter den Kollegen“, erklärt die erfahrene Moderatorin weiter. „Das ganze Aussehen hat ja so einen großen Stellenwert hier gekriegt. Da möchte ich gar nichts mit zutun haben.“ Deutliche Worte zur Entwicklung der „NDR Talk Show“. Doch dabei bleibt es nicht.

„NDR Talk Show“: Hier wird’s hitzig

Als sich die Gesprächsrunde auf Moderatorin, Werbe-Ikone und Influencerin Verona Pooth fokussiert, geht es zunächst um ihre Heirat mit Franjo Pooth im Jahr 2004 und ihr aktuelles Buch, das rund um den Begriff „MILF“ eine Menge Gesprächsbedarf auslöst (wir berichteten). Ein cleverer Schachzug, den Titel „Die Super-MILF“ für ihr Buch zu nutzen, wie ihr auch Rea Garvey zuspricht.

Dafür tat sie sich selbst bei einem anderen Thema innerhalb der Talkshow-Runde weniger einen Gefallen. Als es um ihre Disziplin geht, holt Pooth zu ihrem Alter und ihrer Erfahrung aus, während im Hintergrund alte Bilder von ihr gezeigt werden. Mit den Worten: „Man darf sich nicht so aufgeben“, appelliert sie an Frauen, die „zweite Lebenshälfte“ noch zu nutzen. „Das Aussehen ist wirklich sekundär“, sagt Verona Pooth und meine das „vom Herzen“.

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„Jeder ist ein Typ“, sagt sie weiter und zeigt auf sich selbst, „ich bin zufällig so, wie ich bin. Ich bin so, wie ich bin, aber ich wäre auch anders erfolgreich geworden“, meint die Brünette überzeugt. Nach ihrem Einstieg als Model im jugendlichen Alter sei alles ohne Fokus auf ihr Aussehen gelaufen. „Aber das verstehe ich nicht, Frau Pooth“, ruft Alida Gundlach dazwischen, „sie haben doch viel an ihrem Aussehen gemacht.“ Verona Pooth reagiert direkt mit einer Gegenfrage: „Was denn zum Beispiel?“

„NDR Talk Show“: „Man kann mich ja googeln“

„Wir haben ja gerade die ganzen Bilder von vorher gesehen und das ist ja ein großer Unterschied“, findet Gundlach. „Da, da, gucken sie mal da“, ruft Verona Pooth aufgeregt und zeigt auf die Bilder im Hintergrund, „da bin ich 21 (Jahre alt) und sehe nicht anders aus wie heute.“

„Also sie haben nichts gemacht?“, fragt die 80-Jährige daraufhin verdutzt. „Doch, doch – ganz viel“, erwidert Pooth und beginnt sich weiter zu verstricken: „Aber nicht so, wie sie sich das jetzt vorstellen. Man kann mich ja googeln und bis zum Alter von 16 oder 17, da sind die ersten Bilder im Netz…“ Gundlach versucht zu unterbrechen, aber Pooth lässt sich nicht reinreden und wird laut: „Ne, ich muss ja kurz antworten.“


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Plötzlich geht es um das „Schick machen“ als Hobby und Gundlach zieht bissig ein Fazit: „Sie machen sich gerne schick, dabei bleibt es dann?“ Als Verona Pooth verneinen und wieder ausholen will, grätscht Wimmer plötzlich dazwischen. „Sekundär heißt ja nicht, dass es keinen hohen Stellenwert hat. Es ist nur nicht primär“, versucht er als „diplomatische Antwort“ dazwischen zuschmeißen.

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