Nord-Ostsee-Kanal: Mann will Hunde vor dem Ertrinken retten – das kostet ihn selbst das Leben

Ein Spaziergang mit seinen Hunden am Nord-Ostsee-Kanal endete für einen Mann wohl tödlich (Symbolbild).
Ein Spaziergang mit seinen Hunden am Nord-Ostsee-Kanal endete für einen Mann wohl tödlich (Symbolbild).
Foto: imago images/penofoto

Eine furchtbare Tragödie hat sich am Wochenende am Nord-Ostsee-Kanal ereignet: Ein Mann wollte seinen Hunden das Leben retten – dabei verlor er wohl sein eigenes.

Beim Versuch, seine beiden Hunde aus dem Nord-Ostsee-Kanal zu retten, war der Mann am Samstagnachmittag im Wasser untergegangen und verschwunden. Trotz einer intensiven Suche konnte er auch bis Montagnachmittag nicht gefunden werden.

Nord-Ostsee-Kanal: Geringe Überlebenschancen

Taucher haben die Suche nach einem im Nord-Ostsee-Kanal vermissten Hundebesitzer am Montagnachmittag erfolglos abgebrochen. Auch nach Eingrenzung des Suchfeldes mittels Hunden und Sonar konnte der Mann aus Eggstedt (Kreis Dithmarschen) nicht gefunden werden, wie eine Polizeisprecherin am Montagnachmittag sagte.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Ersten Erkenntnissen zufolge hatten die beiden Hunde des Eggstedters ein Reh gejagt und waren dabei nahe Schafstedt in den Kanal gesprungen. Bei dem Versuch, die Tiere aus dem Wasser zu retten, geriet der Besitzer jedoch selbst in Not.

+++ Aida: Was hier im Hafen passiert, soll helfen den Planeten zu retten +++

Zeugen hatten Polizeiangaben zufolge noch gesehen, wie er mitten im Kanal um Hilfe rief. Dann sei er verschwunden.

Polizei stellt Suche am Nord-Ostsee-Kanal vorerst ein

Seine Überlebenschancen müssten angesichts der Temperaturen als „unwahrscheinlich“ eingestuft werden, hieß es bereits am Samstag. Die Hunde konnten wohlbehalten untergebracht werden.

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Die intensive Suche nach dem Hundebesitzer mit Tauchern sei vorerst eingestellt, sagte eine Polizeisprecherin. In welchem Umfang weiter gesucht werde, sei noch zu klären. (dpa/jds)