Norderney: Besondere Vorsicht ist ab sofort geboten – „Fatale Auswirkungen“

Auf Norderney gilt ab sofort die Anleinpflicht (Symbolbild).
Auf Norderney gilt ab sofort die Anleinpflicht (Symbolbild).
Foto: picture alliance/dpa

Das Watt Welten Besucherzentrum Norderney hat auf Facebook eine wichtige Warnung geteilt. Denn jetzt beginnt eine Zeit, in der besondere Vorsicht geboten ist.

Vom 1. April bis zum 15. Juli gilt in Niedersachsen nämlich eine Anleinpflicht für Hunde in der freien Landschaft. Damit sollen Wildtiere in der Brut- und Aufzuchtzeit geschützt werden. Und das ist gerade auf Norderney besonders wichtig.

Norderney: Vierbeiner und Halter aufgepasst!

Denn auf der Insel in der Nordsee brüten die vom Aussterben bedrohte Zwergseeschwalbe und der Sandregenpfeifer. „Beide Vogelarten sind Bodenbrüter, d.h. sie bauen kein Nest, sondern legen ihre Eier in kleine Mulden am Strand oder im Muschelschill“, klärt das Besucherzentrum Norderney auf.

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Diese seien durch ihre Färbung bestens getarnt, sodass Störungen durch Menschen häufig unabsichtlich und unbemerkt passieren würden. Die Auswirkungen: „Die Altvögel verlassen ihr Nest, wenn sich Spaziergänger nähern, Hunde unangeleint herumlaufen oder Lenkdrachen am Himmel kreisen.“

So seien Eier oder Küken dann schutzlos dem Wetter ausgesetzt und könnten unterkühlen oder bei Sonneneinstrahlung überhitzen. „Je nach Dauer und Häufigkeit der Störung kann das fatale Auswirkungen auf den Bruterfolg haben“, so das Besucherzentrum Norderney.

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Das ist Norderney:

  • Norderney ist eine der Ostfriesischen Inseln und liegt in der Nordsee
  • Norderney ist nach Borkum die zweitgrößte Insel dieser Inselgruppe
  • Norderney hat eine Fläche von 26,29 Quadratkilometern
  • Norderney ist eine Düneninsel, die mit der Zeit aus von der Meeresströmung angespültem Sand gewachsen ist

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Anleinpflicht auf Norderney gilt jetzt auch HIER

Aus diesem Grund gilt in der Ruhe- und Zwischenzone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer ohnehin eine Anleinpflicht für Hunde. Doch vom 1. April bis zum 15. Juli müssen die Vierbeiner auch in der Erholungszone des Nationalparks angeleint werden. Und damit auch am Hundestrand.

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Das Besucherzentrum formuliert einen dringenden Appell: „Bitte helft mit, unsere Vögel zu schützen. Geht mit gutem Beispiel voran und leint Eure Hunde an. Im Weltnaturerbe trägt jeder Verantwortung für den Schutz der Natur und seiner Tiere.“

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Zwar dürften im Verhältnis zu sonst aktuell deutlich weniger Menschen auf Norderney und im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer unterwegs sein. Doch auch für die Wenigen gilt diese Warnung! (mk)