Norderney: Zu viele Menschen auf der Insel! Bürgermeister spricht eine Warnung aus

Auf Norderney ist ein erhöhtes Besucheraufkommen aufgefallen. (Symbolbild)
Auf Norderney ist ein erhöhtes Besucheraufkommen aufgefallen. (Symbolbild)
Foto: picture alliance / Jochen Tack

Ohje, auf Norderney ist Ärger im Anmarsch! Zwar dürfen nach wie vor keine Übernachtungsgäste auf die Insel reisen. Das hält Küsten-Fans offensichtlich trotzdem nicht von einem Besuch ihrer Lieblingsinsel ab.

Deshalb hat der Bürgermeister von Norderney sich mit deutlichen Worten an die Öffentlichkeit gewandt und eine Maßnahme angekündigt.

Norderney: Mehr Besucher auf der Insel

Bereits in den vergangenen Wochen haben Einheimische auf der Insel ein erhöhtes Besucheraufkommen registriert (MOIN.DE berichtete). Die Reederei Frisa hat deshalb bereits den Fahrplan erhöht. „Es fahren zurzeit wieder deutlich mehr Schiffe“, berichtet die „Norderneyer Zeitung“.

Vor allem seit Mitte der vergangenen Woche sei deutlich mehr Leben auf die Insel auf die Insel zurückgekehrt. Promenade und Städte füllen sich mit Besuchern.

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Beherbergungsverbot auf Norderney

Das ist auch Bürgermeister Frank Ulrichs nicht entgangen, der mit einer entsprechenden Mitteilung reagiert. Er weist noch einmal eindrücklich auf das geltenden Beherbergungsverbot hin und betont, dass „Übernachtungsangebote und das Gestatten von Übernachtungen zu touristischen Zwecken untersagt ist“.

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Das ist Norderney:

  • Norderney ist eine der Ostfriesischen Inseln und liegt in der Nordsee
  • Norderney ist nach Borkum die zweitgrößte Insel dieser Inselgruppe
  • Norderney hat eine Fläche von 26,29 Quadratkilometern
  • Norderney ist eine Düneninsel, die mit der Zeit aus von der Meeresströmung angespültem Sand gewachsen ist

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Das gilt auch für Besitzer von Zweitwohnungen. Diese dürfen lediglich von den Eigentümern selbst genutzt werden. Zudem appelliert Ulrichs, auf Tagesausflüge und private Besuche zu verzichten.

Bürgermeister von Norderney kündigt Maßnahme an

Abschließend kündigt er an: „Die Stadt Norderney wird die Einhaltung der Bestimmungen ab sofort verstärkt kontrollieren.“ Das könne besonders für die Fahrgäste der Reederei zu Verzögerungen bei der Anreise führen. Eine Nachricht, die für viel Aufsehen sorgt.

Über hundert Mal wird der Beitrag der „Norderneyer Zeitung“ geteilt, zahlreiche Kommentare sammeln sich darunter. Und die zeigen: Die Gemüter sind gespalten.

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Einige befürworten die angekündigten Kontrollen, fordern sogar ein noch strikteres Vorgehen. „Unterbindet und kontrolliert einfach die Schwarzvermietung“, schreibt beispielsweise ein Mann.

Norderney-Fans sind gespalten

„Was ist so schwer daran, Zuhause zu bleiben?“, empört sich eine Frau. Ein anderer Insel-Fan berichtet, dass ihm Norderney sehr fehlt, aber: „solange die Verordnung gilt, halten wir uns, auch schon aus Respekt gegenüber den Norderneyern, an die Auflagen.“ Dafür erhält er über hundert Likes.

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Es gibt aber auch die Gegenseite. „Tagesgäste sind doch erlaubt. Würde ich in der Nähe wohnen, könnte ich mir so einen Ausflug gut vorstellen“, kommt von einer Frau. „Nicht alle Besucher sind der Feind“, schließt sich ein Mann an.

Viele Ideen für Norderney

Manch anderer Küsten-Fan schlägt einen Mittelweg vor. Eine Frau bringt die Strategie des vergangenen Jahres ins Spiel. „Keine Tagestouristen, erstmal nur Ferienhäuser vermieten, Wiederbelegungsfrist von 7 Tagen“, zählt sie auf.

„Damit würde man die Fluktuation vermeiden und Risiken verringern“, findet sie. Eine gegenteilige Idee hat diese Frau: „Warum setzt man nicht auf einen kontrollierten Tourismus auf der Insel?“, will sie wissen.

Ihrer Meinung nach könne man vor der Fähre eine Teststation aufbauen. Alle negativ getesteten Personen dürfen dann auf die Insel. Viele Forderungen, viele Ideen und viele Emotionen – das Thema Urlaub polarisiert. Wie es weitergeht, wird wohl erst die nächste Bund-Länder-Rund zeigen. (lh)