Nordsee: Kühlschrank, Kanister und anderes Treibgut angespült – zuvor geschah auf dem Wasser etwas Tragisches

Am Strand von Baltrum wurden mehrere Wrackteile angespült (Symbolbild).
Am Strand von Baltrum wurden mehrere Wrackteile angespült (Symbolbild).
Foto: IMAGO / Shotshop

Nach dem Untergang eines Segelbootes zwischen den ostfriesischen Nordsee-Inseln Langeoog und Baltrum hat die Inselfeuerwehr Baltrum etliche Wrackteile gesichert.

Touristen und Einwohner hätten die Gegenstände, darunter ein Kühlschrank, ein Benzinkanister, ein Becherhalter und nautische Anzeigen am vergangenen Wochenende auf der Nordseite der Insel entdeckt, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Sie erinnern an ein tragisches Ereignis auf der Nordsee.

Nordsee: Ein junger Mann kam ums Leben

Bei dem Unglück am Donnerstag war ein junger Mann ums Leben gekommen, zwei weitere junge Segler wurden von einem Marinehubschrauber aus der Nordsee gerettet (MOIN.DE berichtete). Die Feuerwehr übergab die Wrackteile, die eventuell von dem Unglück stammen, an die Polizei.

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Auch Treibgut von den vermutlich über Bord gegangenen Containern der „MSC Zoe“ Anfang Januar 2019, wie Rucksäcke und kleine Teppiche, seien durch die aufgewühlte See angeschwemmt worden.

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Das sind die ostfriesischen Inseln:

  • Die ostfriesischen Inseln sind eine Gruppe sieben deutscher Nordseeinseln.
  • Dazu zählen Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge.
  • Die Inseln liegen aufgereiht vor der niedersächsischen Festlandsküste, entlang der ostfriesischen Halbinsel.
  • Die Inselgruppe erstreckt sich über rund 90 Kilometer Länge von West nach Ost zwischen den Mündungen von Ems und Jade beziehungsweise der Weser, und zwischen 3,5 und 10 Kilometer dem Festland

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Der Riesenfrachter hatte auf der Fahrt von den Niederlanden in die Deutsche Bucht bei Sturm 342 Container verloren. Große Teile der Ladung, vor allem Plastikmüll, schwemmte im geschützten Wattenmeer, an Stränden und Küsten an.

Zwei Jahre nach dem Unglück treibt Naturschützer und Kommunalpolitiker noch immer eine Sorge um. Sie fürchten, dass es erneut zu einer Havarie kommen könnte.

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Welche Forderungen es auf den ostfriesischen Inseln und von Naturschutzverbänden gibt, erfährst du >>> hier. (kbm mit dpa)