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Nordsee: Familie erlebt beängstigende Szene auf Habeck-Fähre – „Extrem bedrohlich“

Neue Details zur Konfrontation wütender Bauern mit Robert Habeck. Eine Familie berichtet von ihren dramatischen Erlebnissen an der Nordsee.

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Als Vizekanzler Robert Habeck am 4. Januar von seinem privaten Nordsee-Trip im Hafen von Schlüttsiel eintraf, wartete dort bereits ein wütender Mob protestierender Bauern. Die Stimmung vor Ort war mehr als aufgeheizt (MOIN.DE berichte). Nun kommen weitere Details zu dem Zwischenfall ans Licht.

Der Protest traf nämlich nicht nur den überraschten Vizekanzler – auch unbeteiligte Familien mit Kindern und Reisegruppen auf der Rückreise ihres Nordsee-Urlaubs, gerieten zwischen die Fronten. Nun berichten einige von ihrem dramatischen Erlebnis.

Nordsee: „Die Stimmung war sehr aufgeheizt“

Eine Familie, die gemeinsam mit Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) an Bord der von bedrängten Fähre im Hafen von Schüttsiel war, hat von ihrer Angst berichtet. „Die Stimmung war sehr aufgeheizt, und keiner wusste, was passieren wird“, sagte die Frau, die mit Mann und Kindern an Bord war. Ihren Namen möchte die Familie nicht öffentlich nennen.

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„Wir blieben möglichst weit hinten an Deck, um die Kinder zu schützen“, erzählte die Mutter. „Die Kinder haben richtig Angst bekommen, und es war wirklich unheimlich. Die Demonstranten hätten in Richtung Habeck gerufen: „Komm‘ raus du Feigling“. Auf einem Schild sei ein aufgemalter Galgen zu sehen gewesen. Die Demonstranten hätten auch auf die ohnehin verängstigten Kinder eingeschrien, berichtet die Mutter weiter. „Wir waren und sind entsetzt.“

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Wütende Bauern hinderten Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) in Schlüttsiel an der Nordsee am Verlassen einer Fähre. Eine Familie war währenddessen an Bord – sie berichten von schrecklichen Szenen. Foto: picture alliance/dpa/WestküstenNews | –

Nordsee: „Das war kaum auszuhalten“

Habeck war am Donnerstag (4. Januar) zu einem privaten Besuch auf Hallig Hooge. An Bord der Fähre befanden sich nach Angaben der Familie für die Jahreszeit viele Fahrgäste, darunter eine Trauergesellschaft mit mehreren Senioren. Auch seien weitere Kinder an Bord gewesen, darunter ein Baby. Die Situation beschrieben sie als „extrem bedrohlich.“


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„Protestieren ja, aber das war kaum auszuhalten“, sagte der Vater. „Das war so feindselig.“ Die Fähre mit Habeck und weiteren Passagieren an Bord musste wieder ablegen, um nicht erstürmt zu werden. Habeck erreichte das Festland erst mit einer weiteren Fähre in der Nacht zu Freitag. (dpa)