Nordsee: Paar will Wanderung machen – eine folgenschwere Entscheidung

Nordsee: Menschen am Strand von Sankt Peter-Ording (SPO).
Nordsee: Menschen am Strand von Sankt Peter-Ording (SPO).
Foto: IMAGO / Annett Mirsberger

Mit der Naturgewalt der Nordsee ist nicht zu Spaßen – erst recht nicht bei stürmischem Wetter, wie das in der vergangenen Woche der Fall war.

Das hat ein Paar bei einem Ausflug an der Nordsee zu spüren bekommen. Vor dem Sturm entschlossen sie sich, eine Wanderung zu unternehmen. Ein leichtsinniger Fehler, der mit einem Hubschraubereinsatz endete.

Nordsee: Paar bringt sich in Gefahr

Die beiden waren am Donnerstag in der Nähe von Sankt Peter-Ording (SPO) unterwegs, als der Sturm aufzog. Dabei trafen sie eine folgenschwere Entscheidung, als sie zu einer Wanderung zum Leuchtturm Westerhever aufbrachen.

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„Auf dem Rückweg zum Deich hatte ein Paar die Geschwindigkeit des auflaufenden Wassers unterschätzt und steuerte sicherheitshalber den nahen Turm an“, teilte die „Schutzstation Wattenmeer“ auf ihrer Facebook-Seite mit.

Doch in einer Senke kurz vor der Warft stand das Wasser den beiden schon bis zu den Oberschenkeln. Die Flut kam immer näher. Glücklicherweise wurden andere Menschen auf die Spaziergänger aufmerksam und alarmierten zwischenzeitlich den Rettungsdienst.

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10 Tipps für Urlaub an der Nordsee:

  • Lütetsburg
  • Cuxhaven
  • Sankt Peter-Ording
  • Wattenmeer, zum Beispiel Neuwerk oder Nordstrand
  • Husum
  • Niedersachsens Küste: Neuharlingersiel, Dangast, Greetsiel
  • Festlandorte in Schleswig-Holstein, zum Beispiel Brunsbüttel
  • Ostfriesische Inseln
  • Sylt
  • Schleswig-Holsteins Nordsee-Inseln (Föhr, Amrum, Helgoland)

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Nordsee: Hubschrauber fliegt zum Leuchtturm

Nass und ausgekühlt, wurden sie beiden von den Freiwilligen der Schutzstation zunächst mit trockenen Sachen versorgt.

Da die Frau schwanger war, wurde ein Rettungshubschrauber gerufen. Die Besatzung brachte das Paar anschließend zum Deich in Sicherheit, wo der Rettungsdienst wartete.

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„Die Straße zum Deich war inzwischen über einen Meter hoch überflutet. Wäre man in einen der seitlichen Gräben geraten, hätte man schwimmen müssen“, schreibt die „Schutzstation Wattenmeer“.

Das abenteuerlustige Paar hatte jede Menge Glück im Unglück. Vor allem bei Sturm sollten Spaziergänger in Überflutungsbereichen besonders vorsichtig sein, mahnt die Schutzstation. (mae)