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Nordsee: SIE machen sich hier einfach breit – das hat Folgen für die Region

Nordsee:

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Im Gegensatz zur Ostsee ist die Nordsee für ihr Wattenmeer bekannt. Ebbe und Flut – die Gezeiten – sorgen dafür, dass das Meer ständig in Bewegung bleibt.

Doch auch etwas anderes sorgt für ständige Veränderungen an der Nordsee: die „Alien Species“.

Nordsee: Wattenmeer verändert sich ständig

Das Wattenmeer hat sich auch durch die Einwanderung von gebietsfremden Arten – sogenannten „Alien Species“ – verändert. „Die eingeschleppten Arten haben Einfluss auf das Artenspektrum und damit nicht nur auf die Biodiversität, sondern auch auf die Interaktion zwischen den Arten“, sagt Christian Buschbaum, Meeresökologe am Alfred-Wegener-Institut (AWI) auf Sylt.

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Immer wenn neue Spieler in ein System kommen, gebe es auch neue Wechselwirkungen zwischen Arten. Buschbaum betonte, dass dies eine Feststellung sei, keine Bewertung. Auch die Nahrungsnetze, die es im Wattenmeer gab und gibt, änderten sich.


Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

„Früher beispielsweise haben Eiderenten oder Austernfischer und auch Möwen viele Miesmuscheln gefressen. Jetzt haben wir Austern, die mit den Miesmuscheln zusammenleben und die Vögel kommen nicht mehr so einfach an die Miesmuscheln heran.“

Nordsee: Jedes Jahr werden zwei neue Arten entdeckt

Die Zahl der gebietsfremden Arten im Wattenmeer liegt bei mehr als 100, wie Buschbaum sagt. An der Nordseeküste werden demnach bis zu zwei neue nicht heimische eingewanderte Arten pro Jahr entdeckt.

Im Wattenmeer hätten die bisher eingeschleppten Arten keine heimische Art verdrängt. Auch das Gemeinsame Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven betont, es gebe bisher noch keinen Nachweis dafür, dass einheimische Arten durch Neobiota ausgerottet wurden.


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Dennoch gebe es gebietsfremde Arten, die potenziell invasiv werden und die Dominanzstrukturen, Lebensräume und trophischen Systeme des Wattenmeers verändern könnten. „Ein Beispiel hierfür ist die Pazifische Auster.“ (kl/dpa)