Ostsee: Ansturm an die Küste über Ostern? Ferienorte in großer Sorge

Zwei Wagen der Polizei Mecklenburg-Vorpommern, hier auf der Insel Rügen (Symbolbild)
Zwei Wagen der Polizei Mecklenburg-Vorpommern, hier auf der Insel Rügen (Symbolbild)
Foto: imago images

Die Ferienorte an Nord- und Ostsee bereiten sich auf einen Gäste-Ansturm vor. In Schleswig-Holstein stellen sich die Kommunen trotz Beherbungsverbot auf viele Tagesgäste und gut belegte Zweitwohnungen ein.

In Mecklenburg-Vorpommern hingegen sind touristische Einreisen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie grundsätzlich verboten, auch Tagestourismus ist nicht erlaubt. Dementsprechend haben Polizeikräfte an Nord- und Ostsee viel zu tun.

Ostsee: Kommunen sind in Sorge

Vielen Kommunen in Schleswig-Holstein sind in Sorge, denn Zweitwohnungen dürfen nicht nur von den Besitzern selbst, sondern auch von Freunden und Bekannten genutzt werden.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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„Dementsprechend haben die Standorte Sorge, wie Abstände und Kontaktregeln eingehalten und überwacht werden können“, sagte Jörg Bülow, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeindetages.

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Dazu benötigten die Gemeinden unbedingt die Unterstützung durch die Polizei sagte Bülow. „Nach unserem Eindruck haben sich die Kommunen sehr intensiv vorbereitet, zum Beispiel auf die Lenkung von Besuchern und Verkehr“, sagte Bülow.

„Doch ohne die Hilfe der Polizei wären die Kommunalverwaltungen überfordert“, sagte er. Der Gemeindetag vertritt über 1000 Kommunen im Land.

Verstärkte Streifen und Kontrollen an Nord- und Ostsee

Die Landespolizei Schleswig-Holstein kündigte am Donnerstag über Twitter an, an den Feiertagen verstärkt Streife zu fahren und die Ordnungsämter bei Kontrollen zu unterstützen. „Wir setzen aber auch stark auf die Eigenverantwortung der Menschen“, heißt es in dem Tweet.

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Bereits am Mittwoch hatte der Leiter der Landespolizei, Michael Wilksen, zusätzliche Polizeistreifen angekündigt. Als Einsatzschwerpunkte nannte er die Tourismushochburgen, Naherholungsgebiete und Bereiche mit hohen Infektionszahlen.

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„Vorrangig zuständig für die Kontrollen sind die kommunalen Behörden“, sagte er. „Doch die Gesundheits- und Ordnungsämter können auf die Unterstütung der Landespolizei zählen“, sagte Wilksen.

Bereits mehrere Fahrzeuge auf Ostsee-Autobahn überprüft

Auch in Mecklenburg-Vorpommern kontrolliert die Polizei zu den Ostertagen verstärkt die Einreise ins Bundesland. Dafür seien stationäre und mobile Teams im Einsatz, wie die Polizei mitteilte. Am Donnerstag wurden etwa an der A20, der sogenannten Ostsee-Autobahn, Fahrzeuge überprüft.

Seit Beginn dieser Woche hat das Polizeirevier Sassnitz auf Rügen gegen 26 Menschen Ordnungswidrigkeiten wegen des Verdachts des Verstoßes gegen die Corona-Landesverordnung im Zusammenhang mit touristischen Reisen eingeleitet und an die zuständigen Ordnungsbehörden weitergegeben, hieß es auf Anfrage.

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Wer einen Zweitwohnsitz in MV hat, darf einreisen. Ebenfalls sind Reisen ins Bundesland erlaubt, wenn die Kernfamilie besucht wird. Dazu zählen den Angaben zufolge etwa Kinder, Eltern, Geschwister oder Lebenspartner. (dpa/mk)