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Ostsee: Jetzt eskaliert die Lage völlig! Urlauber und Einheimische in Gefahr – wegen ihm

Delfin „Delle“ hat es sich in der Ostsee bei Travemünde gemütlich gemacht und lockt viele Gäste an – doch dadurch begeben sie sich in Gefahr.

© IMAGO/Susanne Hübner

Die Ostsee: 5 Fakten über das Baltische Meer

Die Ostsee hat eine Fläche von 412.000 Quadratkilometer. Die tiefste Stelle in der Ostsee beträgt 459 Meter. Im Durschnitt ist das Meer etwa 52 Meter tief. Im Englischen und in vielen anderen Sprachen bezeichnet man die Ostsee als Baltische See oder als Baltisches Meer.

Der unter dem Namen „Delle“ bekanntgewordene Delfin in der Ostsee vor Travemünde sorgt weiterhin für beste Unterhaltung unter den vielen Schaulustigen. Doch inzwischen eskaliert die Lage vor Ort.

Er will doch nur spielen – das trifft auch auf den Delfin „Delle“ in der Ostsee zu. Inzwischen ist es über zwei Wochen her, dass der Delfin erstmals in der Ostsee direkt vor Travemünde gesichtet worden ist. Seitdem unterhält er beinahe täglich Einheimische wie Gäste mit Sprungeinlagen und Kunststücken. Die Anwesenheit des Ostsee-Delfins hat sich schnell herumgesprochen, inzwischen ist „Delle“ ein richtiger Social-Media-Star (>>> MOIN.DE berichtete).

Ostsee-Delfin lockt viele Besucher an

Kein Wunder also, dass täglich zahlreiche Besucher extra seinetwegen in den ohnehin beliebten Ferienort Travemünde pilgern, um einen Blick auf „Delle“ in der Ostsee zu erhaschen. Das Interesse an dem Delfin ist inzwischen jedoch dermaßen groß geworden, dass es für Einheimische wie Urlauber gefährlich wird. Das bestätigt Lars Hertrampf, Pressesprecher der Stadtwerke Lübeck, auf Anfrage von MOIN.DE.

„Da sich rund um den Anleger der Priwallfähre häufig sehr viele Menschen versammeln, die den Delfin beobachten wollen, kann die Fähre teilweise nicht mehr gefahrlos anlegen“, berichtet Hertrampf. „Auch ein gefahrloses Ein- und Aussteigen der Fähr-Gäste sei so nicht immer möglich. „Teilweise stehen Besucher auf den Pollern, sodass die Fähre dort nicht mit Seilen befestigt werden kann.“

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Ostsee: Fährbetreiber setzt Sicherheitspersonal ein

Daher haben sich die Stadtwerke Lübeck als Betreiber der Priwallfähre dazu entschieden, Sicherheitspersonal am Anleger einzusetzen. „Seit gestern ist dort ein Mitarbeiter vom Sicherheitsdienst im Einsatz“, berichtet Hertrampf. Da die Stadtwerke auch in den kommenden Tagen – und gerade über das lange Himmelfahrts-Wochenende – mit zahlreichen Ostsee-Touristen und Schaulustigen rechnen, soll der Sicherheitsdienst bis mindestens zum 22. Mai weiter eingesetzt werden.

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Hertrampf will nicht ausschließen, dass das Sicherheitspersonal noch länger eingesetzt wird – womöglich auch über Pfingsten. Dies hänge aber davon ab, wie lange es sich der Ostsee-Delfin „Delle“ weiterhin vor Travemünde gemütlich mache und Gäste anlocke.

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Ostsee: Beobachter schildern heftige Szenen

Urlauber und Einheimische bestätigen in sozialen Netzwerken die Einschätzungen des Stadtwerke-Pressesprechers. So schreibt ein Beobachter: „Leute, die auf das Schiff wollen, werden angepöbelt, Rollator und Kinderwagen werden fast ins Wasser gedrängt.“ Eine andere Nutzerin kommentierte: „Gestern Nachmittag alles andere als friedlich. Es wurde von den Leuten, die dort teilweise in drei Reihen standen, Leute mit Rollstuhl/ Kinderwagen aufs Übelste angepöbelt, die gefragt haben ob sie mal vorbei dürfen.“


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Doch es gibt auch andere Beobachtungen zu der Situation rund um dem Ostsee-Delfin: In Facebook-Gruppen schreiben mehrere Nutzer, dass sie eine sehr friedliche Situation vorgefunden hätten und sich alle Schaulustigen sehr zivilisiert verhalten hätten. Insbesondere an den Wochenenden und Feiertagen sei der Andrang besonders groß, berichtet Stadtwerke-Sprecher Lars Hertrampf. Daher habe die Betreiberin der Priwall-Fähre nun reagiert.