Ostsee: DIESES Wahrzeichen ist in Gefahr - es beginnt schon zu zerfallen

Das Marine-Ehrenmal in Laboe.
Das Marine-Ehrenmal in Laboe.
Foto: imago images/penofoto

Es bietet eine spektakuläre Aussicht über die Ostsee-Küste und ist von Weitem aus bereits zu sehen: Das 72 Meter hohe Marine-Ehrenmal im Ostsee-Bad Laboe bei Kiel.

Seit fast 100 Jahren steht das monumentale Wahrzeichen an seinem Platz und zieht viele Touristen an, die von weit oben die Sicht genießen. Doch nun steht es schlecht um das Klinkerstein-Bauwerk.

Ostsee: Berühmtes Wahrzeichen in Gefahr

Das Marine-Ehrenmal ist mittlerweile marode. Die Backsteine an der Fassade beginnen zu zerbröseln. Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren Steinabbrüche. Als durch die Schwachstellen Wasser in den Turm eindringen konnte, verschlimmerte das die Schäden am Bauwerk erheblich. „Ganz aktuell machen gravierende Schäden am Turm des Ehrenmals eine Sanierung der Fassade notwendig“, sagte der Präsident des Deutschen Marinebundes, Heinz Maurus, am Mittwoch.

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Mittlerweile müssen gut 5000 Steine ersetzt und rund 100 Kilometer Fugen neu verputzt werden. Insgesamt besteht das Ehrenmal aus rund 340.000 Steinen. Die Kosten für eine Sanierung werden auf 4,6 Millionen Euro geschätzt.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Die Kosten will der Marinebund mit Mitteln des Bundes und des Landes Schleswig-Holstein decken. Weitere 800.000 Euro will der Verband selbst übernehmen. 1,2 Millionen Euro seien noch nicht abgedeckt. Diese erhofft sich der Marinebund aus Spenden. Die Arbeiten sollen voraussichtlich 2022 beginnen.

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Ostsee: Ein Wahrzeichen für Soldaten und Geflüchtete

„Das Marine-Ehrenmal ist seit fast 100 Jahren ein Wahrzeichen an der Kieler Förde“, betonte der Marinehistoriker Jann M. Witt vom Deutschen Marinebund. Es erinnere an die Tiefpunkte deutscher Geschichte.

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Ursprünglich als Gedenkstätte für die gefallenen Marinesoldaten des Ersten Weltkrieges gebaut - „auch deutlich mit einem Unterton: Rache, Revanche für den verlorenen Ersten Weltkrieg“ - sei das Ehrenmal mittlerweile Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen und Mahnmal für friedliche Seefahrt.

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Der Gedenkort schließe auch Menschen ein, die auf ihrer Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrinken. (mik/dpa)