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Ostsee: Ferienhäuser warnen vor Buchungsportalen wie Booking.com & Hotel.de – „Heftig!!“

Ostsee: Ferienhäuser warnen vor Buchungsportalen wie Booking.com & Hotel.de – „Heftig!!“

Ostsee-Urlaub, hier in Warnemünde.jpg
u00a9 imago

Nordsee vs. Ostsee: Das unterscheidet beide voneinander

Was sind die Unterschiede zwischen Nord- und Ostsee?

Die Sommersaison ist angebrochen und viele fiebern auf ihren Urlaub hin. Ob es an die Ostsee, an die Nordsee oder an einen anderen Ort geht – die Buchung vorab kann teilweise schon eine echte Herausforderung werden.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Wege. Es wird nicht mehr ausschließlich bei den Anbietern selbst gebucht, sondern vermehrt über Portale wie Booking.com, hrs.de, Hotel.de oder Ferienwohnung.de. Genau vor diesen warnt eine Unterkunft an der Ostsee alle Urlauber nun. Und das aus einem bestimmten Grund…

Ostsee: Kosten-Falle bei Buchungsportalen?

„Besondere Unterkünfte zum kleinen Preis“ wirbt Booking.com auf seiner Webseite. Aber macht man auf diesen Plattformen wirklich die besten Schnapper? Betreiber einer Ferienwohnung appellieren in einem Facebook-Beitrag jetzt aktiv, nicht diesen Plattformen zu folgen.

Als Grund heißt es, bei direkter Buchung über den Gastgeber könne gespart werden. „Die Portale ziehen ihre Provisionen in den vergangenen Jahren immer mehr an“, schreibt das Ferienhaus in seinem Beitrag.

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Das Problem geht der Ansicht der Betreiber nach noch weiter: „Es bleibt den Vermietern nicht viel übrig, als dies an die Gäste weiterzureichen. Der Gast zahlt somit einen höheren Preis und hat also auch eine höhere Erwartung.“

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10 Tipps für Urlaub an der Ostsee:

  • Rügen
  • Bornholm
  • Usedom
  • Hiddensee
  • Fischland-Darß-Zingst
  • Poel
  • Heiligendamm
  • Timmendorfer Strand
  • Fehmarn
  • Hohwachter Bucht

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+++ Rügen: Frau will Parkkosten sparen – doch ihre Aktion wird sie bitter bereuen +++

Ostsee-Urlaub unnötig teuer?

Mit einer Hochrechnung zeigen die Betreiber ein Beispiel, bei dem Reinigungspauschale und Provision hinzugenommen werden. Bei der Ferienwohnung selbst hätte der Gast 56 Euro gespart, wenn er direkt bucht.

Aber ist der Unterschied tatsächlich so drastisch? In den Kommentaren spalten sich die Meinungen bereits. Einige können den Tipp nach eigenen Erfahrungen bestätigen und buchen selbst ebenfalls nur noch über Gastgeber selbst. Eine Frau schreibt: „Danke für den Tipp. Hab das gerade mal bei der Ferienwohnung gecheckt, die ich morgen buchen wollte. Das sind für 2 Wochen 650 Euro Unterschied – heftig!!!“

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Nicht nur im Preis sehen einige Unterschiede, sondern auch im persönlichen Umgang. Eine Frau berichtet: „Wir machen das seit Jahren so. Ich finde es eben persönlicher, mit dem Vermieter in Kontakt zu treten.“

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Ostsee: Vorteile und Nachteile im Vergleich

Anderen ist kein großer Preisunterschied aufgefallen. Zudem stellen sie die Vorteile der Plattformen in den Vordergrund: einfache Übersicht, direkter Vergleich und schnelle Buchung beispielsweise. „Ich buche lieber über die großen Portale“, schreibt jemand, „habe die Erfahrung gemacht, dass es kaum Unterschiede macht. Zumal gibt es bei einigen gute Cashback-Aktionen!“

Besonders bei bestimmten Wünschen, wie Urlaub mit dem Hund, sei die einfache Auflistung in den Portalen erheblich einfacher, merken mehrere Personen an. „Über Google ist es einfach sehr müßig, zu sortieren. Allein bis ich bei jedem herausgefunden habe, ob Hund erlaubt oder nicht… Da könnte ich Stunden zubringen.“

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Weitere Ferienbetreiber von der Ostsee melden sich

Jemand kommentiert: „Aus eigener mehrjähriger Erfahrung als Gast und Gastgeber kann ich der Aussage nicht zustimmen. Es gibt zwar ein, zwei Portale, die ich nicht mehr wählen würde, aber schwedenliebe und airbnb kann ich nur empfehlen.“

Er sieht die Provision bis zu einem gewissen Betrag als gerechtfertigt – schließlich sitzt auch hier Personal mit entsprechender Arbeit und Know-How hinter dem Bildschirm. „UND: Beide genannten Portale bieten gleichermaßen Sicherheit für Gast und Gastgeber. Finde ich persönlich ganz wichtig!“ Durch Portale bekommen Gäste nämlich oft eine bessere Absicherung vor Betrügern und Schäden. Zudem kann oft noch kurzfristiger storniert werden.

Nicht unerheblich ist auch die Werbung, die die Unterkünfte durch die Plattformen bekommen. Das merkt auch jemand in seinem Kommentar an: „Ohne diese Portale wäre aber ihre Reichweite auch viel geringer und ob dann die günstigen Preise gehalten werden können, mag ich bezweifeln.“

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Experten-Meinung zu der Diskussion an der Ostsee

Vor rund einem Jahr sprach Michael Braun, der Geschäftsführende Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern, mit der „Süddeutschen Zeitung“ darüber, wie sich online buchbare Gastgeber nach der Pandemie schneller wieder ins Geschäft bringen.

Berichten und Studien der „Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR)“ zufolge hat die Online-Buchung und die Erwartung der Gäste auf eine mögliche Online-Buchung nochmal erheblich an Bedeutung gewonnen.

Was Braun bei dem Verhalten in Bezug auf die großen Buchungsplattformen beobachten konnte: „Mittlerweile suchen und vergleichen viele Kunden dort zwar – buchen aber, wenn es möglich ist, beim Anbieter direkt, der sich dadurch die Provisionen für die Plattformbetreiber spart.“

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Mehr Nachrichten von der Ostsee:

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Beide Wege, Buchung über Anbieter und große Plattform, haben also wie so vieles Vor- und Nachteile. Je nach Vorliebe und Erwartung muss jeder selbst entscheiden.

Die Ferienunterkunft an der Ostsee, die sich zu dem Thema auf Facebook äußert, verweist auf die Google-Suche und schreibt: „So kommt ihr direkt zu den Vermietern und spart viel Geld, da nicht noch andere mitverdienen.“ (lfs)