Ostsee: Tierschützer machen schrecklicher Fund – „Macht echt wütend“

An der Ostsee machen jährlich Tausende Kraniche Rast.
An der Ostsee machen jährlich Tausende Kraniche Rast.
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Bernd Wüstneck

„Der Sonntag war ein trauriger Tag für das Team des NABU-Kranichzentrums“, berichtet der Kranichschutz Deutschland in einem Facebook-Beitrag. Denn was die Tierschützer an der Ostsee entdeckt haben, ist schrecklich mit anzusehen.

Dabei hätte der Vorfall, der die Menschen an der Ostsee berührt, laut den Tierschützern vermieden werden können.

Ostsee: Tierschützer machen grausamen Fund auf Acker

Im Landkreis Vorpommern-Rügen seien am Sonntagmittag neun tote und ein schwer verletzter Kranich auf einem Acker gefunden worden, heißt es in der Mitteilung. Vier davon seien Jungvögel gewesen.

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„Die Todesursache: Kollision mit einer Stromleitung. Auch der verletzte Kranich musste wenig später vom Tierarzt erlöst werden“, schreiben die Tierschützer.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Das Schicksal der zehn Kraniche bewegt die Menschen sehr. „Sehr schade“, schreibt eine Frau. Sehr traurig, finden es viele Menschen. „Das darf nicht mehr passieren“, kommentiert eine andere Frau.

Wichtiger Appell an alle an der Ostsee

Aus diesem Grund gibt es einen eindringlichen Appell an alle: „Kraniche bei der Nahrungssuche sollten auf keinen Fall durch uns Menschen gestört werden – weder durch aus dem Auto aussteigende Menschen oder Spaziergänger/Radfahrer.“

Das gelte insbesondere in der Nähe von Stromleitungen. Weiter heißt es: „Bitte machen Sie einen Bogen um rastende Kranichgruppen und führen Sie Ihren Hund unbedingt an kurzer Leine. Solche tragischen Unfälle sind vermeidbar!“

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Wer verletzte oder tote Kraniche an Stromleitungen findet, solle sich bitte sofort ans NABU-Kranichzentrum unter 038323 / 80540 wenden. „Solche Hinweise sind sehr wertvoll!“, beenden die Tierschützer ihren Beitrag.

Dieses Beispiel von der Ostsee macht wütend

Wie man es nicht macht, zeigt das Beispiel einer Frau, die am Wochenende in Zingst an der Ostsee war: „Am Straßenrand konnte man sehen, wie enthemmt sich viele Menschen benehmen, sobald auch nur ein Kranich auftaucht. Es macht mich echt wütend.“

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Da kann man dann wirklich nur noch den Kopf schütteln! (mk)