Ostsee: Katastrophale Situation bedrückt Küsten-Fans – „Eine Riesensauerei“

Ostsee-Fischer sind in ihrer Existenz bedroht.
Ostsee-Fischer sind in ihrer Existenz bedroht.
Foto: picture alliance / NurPhoto | Michal Fludra

Eine Krise in der Ostsee spitzt sich zu. Sie bedroht die Existenz einer ganzen Branche.

Vor zwei Wochen erhielten Beschäftigte der Ostsee-Fischerei eine traurige Nachricht. Das macht auch viele Küsten-Fans betroffen, wie in den sozialen Netzwerken deutlich wird.

Ostsee: Fangverbote für Fischer

Fischer dürfen in der westlichen Ostsee 2022 keinen Dorsch mehr und Hering nur noch in Ausnahmen gezielt fangen.

Dorsch und Hering sind in der Ostsee die für die deutsche Fischerei bisher wichtigsten Fischarten. Gezielte Heringsfischerei mit Schleppnetzen wird untersagt. MOIN.DE berichtet darüber. >>> Hier kannst du mehr dazu lesen.

+++ Ostsee-Restaurants vor großem Problem – dieses Lokal geht deshalb einen krassen Schritt +++

Die Nachricht hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet und mittlerweile viele Reaktionen in den sozialen Netzwerken ausgelöst.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Ostsee: Heiße Debatte bei der Küsten-Fans

In einer Facebook-Gruppe für Ostsee-Fans haben die Mitglieder darüber diskutiert. Manche finden die Entscheidung hart und betonen, dass die neuen Einschränkungen das Leben der Fischer bedroht. „Es ist eine Riesensauerei, was ist die Küste ohne Fischer? Macht das alles irgendwo noch Sinn, außer für die Profiteure?,“ fragt sich ein Mann.

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Die Konsequenzen werden nicht nur die Fischer betreffen, sondern auch viele andere Menschen. Dazu schreibt ein Mann: „Der frische Anglerdorsch wird dann wohl auch zur teuren Seltenheit werden. Man sollte eher die Schleppnetzfischerei verbieten, da es den Meeresboden kaputt macht. Die traditionellen Angler und Stellnetze sind weitaus schonender.“

Die Meinungen gehen deutlich auseinander, wie die übrigen Kommentare zeigen. Hier eine Auswahl:

  • „Für die Fischer katastrophal, für das Meer gut.“
  • „Ohne Worte einfach nur traurig.“
  • „Es ist so schlimm, dass wir solche Entwicklungen nicht verhindern können.“
  • „Auch hier sehe ich ein komplette Versagen der Politik.“
  • „Es ist scheinheilig, was hier einige schreiben. Auf der einen Seite Fischstäbchen kaufen und den billigen Pangasius, auf der anderen Seite aber rumwettern. Die Kleinen werden plattgemacht, weil es die Großen geben muss, da wir Konsumenten nicht bereit sind, den wahren Wert der Dinge zu zahlen.“

Dorsch und Hering seien die „Brotfische“, wie es für die Fischer ohne sie weiter geht, ist noch unklar. Ministerin Julia Klöckner (CDU) kündigte an, sich für eine finanzielle Unterstützung der Fischerei an der Ostsee einzusetzen. (mae mit dpa)