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Ostsee und Nordsee: Was Menschen am Strand hinterlassen, geht gar nicht – „Das größte Problem für uns“

Nordsee vs. Ostsee:

Das unterscheidet beide voneinander

Raucher haben es nicht leicht. Sie gefährden ihre Gesundheit, geben immer mehr Geld für die Glimmstengel aus und müssen sich dazu noch mit diversen Einschränkungen rumplagen. An der Ostsee und Nordsee gibt es diverse Maßnahmen oder gar Verbote, um Zigarettenmüll zu vermeiden.

Dazu gehören zum Beispiel auch Strandaschenbecher. Sie werden unter anderem in Koserow an der Ostsee verteilt, sind aber auch an vielen anderen Orten vorhanden. Doch oft reicht das nicht im Kampf gegen den Müll. Eine Nordsee-Insel wurde deswegen noch konsequenter.

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Ostsee und Nordsee: Erzfeind Glimmstengel

Von der Gemeinde Koserow an der Ostsee heißt es: „Bei der Beseitigung von Strandmüll stellen Zigarettenstummel tatsächlich das größte Problem für uns dar. Am Strand sehen diese nicht nur unschön aus, sie verrotten auch nicht.“

Auch Strandreinigungsgeräte können die kleinen Glimmstängel nicht erfassen.

Die Folge: Der Filter der Zigaretten löst sich nicht auf, er zerfällt vielmehr in viele kleine Einzelteile, welche denn als Mikroplastik im Meer und somit schließlich auch in die Nahrungskette von Meeresvögeln und Fischen landen.

Auch auf Rügen an der Ostsee bekämpfte man das Gequalme am Strand: „Sagt Zigarettenstummeln in der Umwelt den Kampf an! Effektive Mittel dafür sind zum Beispiel Kippenkiller (Taschenaschenbecher) oder das Müllsammeln mit den biologisch abbaubaren Dreckbags (Mülltüten)“, heißt es von „Insel Rügen“ in einem Appell.


10 Tipps für Urlaub an der Nordsee:

  • Lütetsburg
  • Cuxhaven
  • Sankt Peter-Ording
  • Wattenmeer, zum Beispiel Neuwerk oder Nordstrand
  • Husum
  • Niedersachsens Küste: Neuharlingersiel, Dangast, Greetsiel
  • Festlandorte in Schleswig-Holstein, zum Beispiel Brunsbüttel
  • Ostfriesische Inseln
  • Sylt
  • Schleswig-Holsteins Nordsee-Inseln (Föhr, Amrum, Helgoland)

Ostsee und Nordsee: Wie wäre es mit einem Verbot?

Solch gutgemeinte Ratschläge erreichen allerdings viele Menschen nicht. Und die werden ihre Zigaretten weiter in den Sand schmeißen. Oder noch schlimmer: Sogar ins Meer. Urlaubsorte können aber noch einen Schritt weiter gehen: Mit einem Verbot.

Auch das würde wahrscheinlich nicht alle von der Schädigung ihrer Umwelt abhalten, aber doch mehr. An der Nordsee ist Wilhelm Loth, Kurdirektor auf Norderney, überzeugt, dass ein Verbot sinnvoll ist.


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„Ich bin selber Gastwirt und ich kann verstehen, dass zu einem Bier ab und an auch eine Zigarette gehört“, offenbarte er MOIN.DE (hier mehr dazu). Dennoch seien weggeworfene Kippen an den Stränden auf Norderney ein großes Problem.

Kinder und Tiere nähmen Zigarettenkippen in Schnabel und Mund, außerdem sei unfreiwilliges Passivrauchen eine Gefahr für alle Gäste.

Der Städtische Umweltausschuss auf der Nordsee-Insel hatte beschlossen, dass alle Strände künftig rauchfrei sollen (hier mehr dazu). Das führte zu heftigen Debatten, wie immer bei Verboten.

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Nordsee: Zoff um Verbot

So hieß es in einem wütenden Beitrag auf Facebook: „Wenn nun auch unten am Strand Mülleimer aufgestellt werden, dann reduziert sich vieles von selber, aber Verbote hier und Verbote da, mein Gott. Es gibt Mittel und auch Wege das zu ändern, aber garantiert nicht über ‚Verbote‘, demnächst dann ‚Kindergeschrei am Strand verboten‘, ja wo sind wir denn gelandet?“

Eines ist sicher: Sollten weitere Orte sich für den Schutz der Umwelt für ein Rauchverbot am Strand entscheiden, sind bissige Kommentare der leidgeplagten Raucher garantiert.