Ostsee: Gemeinde zahlt irren Preis für ein Toilettenhäuschen – unglaublich, wie es aussieht

Unglaublich, wie viel ein Toilettenhäuschen an der Ostsee gekostet hat! (Symbolbild)
Unglaublich, wie viel ein Toilettenhäuschen an der Ostsee gekostet hat! (Symbolbild)
Foto: IMAGO / CHROMORANGE

Dass an den Stränden der Ostsee Toilettenhäuschen stehen, ist vermutlich für die meisten Urlauber und Tagestouristen sehr wichtig, klar.

Doch was eine Gemeinde an der Ostsee für ein Toilettenhäuschen zahlte, ist bei aller Bedeutung der Dinger schon ziemlich irre. Gerade bei dem Aussehen des Bauwerkes.

Ostsee: Viel Aufwand für ein Toilettenhäuschen

Das „Schwarzbuch 2021/2022“, eine Sammlung an Beispielen für Steuergeldverschwendung, hat die Sanitäranlage aufgegriffen. Eine Auszeichnung ist das nicht. Dass diese ausgerechnet in dem Buch steht, ist aber kein Wunder, bei der Unsumme von 182.000 Euro, die für das Toilettenhäuschen ausgegeben wurde.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Ursprünglich habe in Eckernförde ein denkmalgeschütztes Reetdachgebäude gestanden, in dem es einen Kiosk und eine öffentliche Toilette gegeben habe. Doch 2018 sei dieses durch Brandstiftung zerstört worden.

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Beim Wiederaufbau habe man sich dann aufgrund von Bauvorschriften dazu entschieden, die WCs in einem separaten Gebäude unterzubringen. Also habe ein renommierter Architekt einen „ruhigen Kubus“ entworfen. Er sei auch dem Wunsch der Experten gefolgt, den Neubau so zu designen, dass er im gleichen Stil wie das Hauptgebäude erscheint, er aber die Blicke nicht von dem denkmalsgeschützten Gebäude ablenkt.

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10 Tipps für Urlaub an der Ostsee:

  • Rügen
  • Bornholm
  • Usedom
  • Hiddensee
  • Fischland-Darß-Zingst
  • Poel
  • Heiligendamm
  • Timmendorfer Strand
  • Fehmarn
  • Hohwachter Bucht

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Das Ergebnis sei ein fensterloses Gebäude mit Holzverschalung. Mit seinen Maßen von 6,4 Meter mal 3 Meter sei es in etwa so groß wie ein Schiffcontainer.

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Und dieses containergroße Toilettenhäuschen, ohne Fenster, habe stolze 182.000 Euro gekostet! Unglaublich, dass die Gemeinde so viel Geld für ein so schlichtes Toilettenhäuschen ausgegeben hat!

Geldverschwendung an der Ostsee?

Was man wohl sonst noch alles so mit den 182.000 Euro hätte machen können? Natürlich sind Sanitäreinlagen wichtig. Aber laut „Schwarzbuch“ koste ein einfacher Sanitärcontainer höchstens 30.000 Euro – und würde natürlich genau den gleichen Zweck erfüllen.

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Immerhin, wer demnächst in Eckernförde unterwegs ist, der kann eine Sanitäranlage benutzen, die wohl so viel gekostet hat, wie manch ein Badezimmer in einer Luxusvilla. Das ist doch schon fast eine Touristenattraktion! (fk)