Ostsee: Was Österreicher auf der Insel Fehmarn vorhaben, löst heftige Kritik aus – „Am obersten Limit“

Beliebt bei Touristen: Die Ostsee-Insel Fehmarn.
Beliebt bei Touristen: Die Ostsee-Insel Fehmarn.
Foto: imago images / biky

Eine österreichische Hotelkette hat große Pläne auf der Ostsee-Insel Fehmarn.

Die österreichische Jufa Gruppe plant ein Vier-Sterne-Hotel direkt am Meeschendorfer Strand an der Ostsee. Doch dagegen regt sich Widerstand.

Ostsee: Erbpachtvertrag für 75 Jahre

Die Kette hatte für das rund 1,1 Hektar große Gelände einer ehemaligen Erholungsstätte im Süden der Insel bereits im Juni vergangenen Jahres einen Erbpachtvertrag für 75 Jahre unterschrieben, wie das „Hamburger Abendblatt“ schreibt.

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„Wir wollen hier ein Familienhotel mit einer moderneren Architektur bauen, die sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Natürlich wird das Haus mit 90 Zimmern auch Möglichkeiten für Tagungen bieten und eine Gas­tronomie, die allen Urlaubern und Insulanern offen steht“, wird der Jufa-Vorstandsvorsitzende Gerhard Wendl zitiert.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das zweitgrößte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Demnach stehen noch die alten Gebäude auf dem Grundstück. Der Abriss ist nächstes Jahr geplant, der Baustart 2022 und die Eröffnung 2024.

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Ostsee: Nachbarin befürchtet viel Lärm

Anfang Dezember befasst sich die Politik auf der Insel mit dem Projekt. Jufa geht davon aus, dass es in dem elfköpfigen Ausschuss eine Mehrheit für ihren Entwurf gibt. Doch es gibt Kritik an dem Vorhaben.

„Das Gebäude ist zu hoch und passt mit seinen Ausmaßen nicht an diesen Standort am Strand“, zitiert das „Hamburger Abendblatt“ Andreas Herkommer, Vorsitzender des Bau- und Umweltausschusses der Stadtvertretung von Fehmarn.

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Die Nachbarin, die einen Campingplatz betreibt, befürchtet eine „erhebliche Verschattung“ der Stellplätze und einen Lärmpegel, „der Tag und Nacht laut Lärmschutzgutachten am obersten Limit liegen wird“. Gemäß Abendblatt hofft sie auf einen Kompromiss.

Näheres zum Bauprojekt und den Hintergründen kannst du >>> hier nachlesen. (kbm)