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Rostock: Für Urlauber könnte es bald teuer werden! Doch das ist auch ein Grund zur Freude

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Matthias Fromm, Tourismuschef in Rostock erzählt über die neue Pläne. Foto: picture alliance/dpa | Danny Gohlke

Wer seinen Urlaub in Rostock verbringt, weiß, dass in manchen Orten eine Kurtaxe entrichtet werden muss.

Besonders in den Seebädern von Rostock ist der Abschlag fällig. Nun soll er bald in der ganzen Hansestadt fällig werden.

Rostock-Urlaub könnte bald teurer werden

Wer in Warnemünde, Diedrichshagen, Hohe Düne und Markgrafenheide übernachtet, muss eine Kurtaxe in Höhe von 2,25 Euro pro Tag zahlen. Der Betrag ändert sich von Saison zu Saison – fällig wird die Kurtaxe aber dennoch das ganze Jahr über.

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Laut „Ostsee Zeitung“ zählten die vier beliebten Orte bei Rostock vor Corona knapp 1,3 Millionen Übernachtungen pro Jahr, Ferienwohnungen ausgenommen. Nun plant die Tourismuszentrale die Abgabe einer Kurtaxe auch im Rest der Stadt.

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Das ist Rostock:

  • größte Stadt unter den 84 Städten in Mecklenburg-Vorpommern
  • rund 210.000 Einwohner (Stand 2020)
  • Hafenstadt reizt durch ihre attraktive Lage an der Ostsee
  • Bekannt ist sie außerdem als Universitätsstadt mit der im Jahr 1419 gegründeten Uni
  • nicht nur ein beliebter Urlaubsort, sondern auch Wirtschafts- und Verkehrsknotenpunkt im Norden Deutschlands

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Rostock entgeht eine Menge Geld

Doch anstatt sich über steigende Preise und die Abgabe einer Kurtaxe zu ärgern, können sich Urlauber eigentlich darüber freuen: „Sie wird beispielsweise für die Strandbewirtschaftung, die Wasserrettung, für Veranstaltungen oder den Betrieb der Tourist-Informationen genutzt“, erklärt Matthias Fromm, Rostocks Tourismuschef.

Trotz der hohen Zahlen in den Urlaubsorten entgeht der Stadt Rostock viel Geld. Alleine im Jahr 2019 gab es fast eine Million Übernachtungen im restlichen Stadtgebiet, in der bisher keine Abgabe gezahlt werden musste. „Dabei sind diese Gäste natürlich mobil, nutzen gleichermaßen die Strände und die Angebote in den Seebädern“, so Matthias Fromm.

Die Landesregierung hat im vergangenem Jahr die rechtliche Grundlage geschaffen, die Kurabgabe im gesamten Stadtgebiet einfordern zu können.

Endgültig beschlossen ist die Kurtaxe im Stadtkern aber noch nicht. „Eine endgültige Entscheidung über die Abgabe muss zudem von der Bürgerschaft getroffen werden“, erklärt der Tourismusdirektor. Am Mittwoch, den 30. März, entscheidet das Gremium, ob in Rostock demnächst eine Kurtaxe gezahlt werden muss oder nicht.

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Falls es dazu kommen sollte, wären die Erwartungen der Gästen hoch. Deswegen will die Tourismuszentrale in Rostock mehr Angebote für die Besucher schaffen.

Ebenso wären Investitionen der Stadt nötig, um im Wettstreit der Urlaubsdestinationen wettbewerbsfähig zu bleiben. Und das kostet viel Geld, berichtete die „Ostsee Zeitung“.

Mit einer stadtweiten Tourismusabgabe könnte Rostock demnach wichtige Einnahmen erzielt, von denen vor allem Urlauber provitieren. (mae)