Rügen: Die Verzweiflung auf der Insel ist groß! Einheimische rufen nach Hilfe

In Bergen auf Rügen haben sich mehrere Menschen zu einer Protestaktion zusammengetan.
In Bergen auf Rügen haben sich mehrere Menschen zu einer Protestaktion zusammengetan.
Foto: imago images/F. Berger & NDR/Screenshot

Viele Betriebe auf der Insel Rügen stehen seit Monaten still. Weil Gäste ausgeblieben sind, fehlen auch die Einahmen.

Aus diesem Grund hat eine Gruppe von Einheimischen in Bergen auf Rügen am Wochenende eine ungewöhnliche Aktion gestartet. Es ist ein Hilferuf, mit dem sie auf ihre aktuelle Situation aufmerksam machen.

Rügen: Riesiges „Help“-Banner auf der Insel

Es sind vier Buchstaben, die eine klare Botschaft vermitteln: „HELP“ steht dort in riesigen weißen Lettern mitten auf dem Marktplatz im Zentrum der Insel. Mit großen Papierbahnen haben mehrere Menschen den Schriftzug am Sonntagmorgen hier angebracht.

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Mit dieser Aktion wollen die rund 50 Rüganer unter anderem auf Selbstständige und andere Geschäftsbetreiber aufmerksam machen, die die Pandemie nicht überstanden haben. „Es gibt genug Leute, gerade in meinem Kundenstamm, die nicht gut durchgekommen sind. Ganz im Gegenteil“, sagt etwa der Versicherungsmarkler Daniel Krüger im NDR „Nordmagazin“.

Auch über die Situation der Kinder, die in der Schule nicht mehr mithalten können, will die Gruppe informieren. „Was immer etwas untergegangen ist, sind die Kinder, die einem sehr leid tun, was sie alles durchstehen müssen“, so eine Erzieherin.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Rügen: Appell an Gesellschaft und Politik

Die Aktion ist in Zusammenarbeit mit dem Stadtentwicklungsverein Bergen auf Rügen e.V. entstanden. Das Wort „Help“ ist dabei ein Aufruf an die Gesellschaft für mehr aufeinander aufzupassen.

Gleichzeitig soll es einen Appell an die Politik darstellen, den Geschäftsbetreibern mehr Gestaltungsspielraum zu lassen, heißt es im „Nordmagazin“.

„Corona wird uns noch lange lange begleiten und jeder ist gefragt, aktiv zu werden und sich dafür einzusetzen, dass die Leute, die Hilfe brauchen auch die Hilfe kriegen“, so eine andere Teilnehmerin.

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>>> Hier kannst du den ganzen „Nordmagazin“-Beitrag in der NDR-Mediathek sehen. (mik)