Rügen: Frau zieht von Berlin auf die Insel – dann tritt ein furchtbares Szenario ein

Eine Spaziergängerin in Binz auf Rügen.
Eine Spaziergängerin in Binz auf Rügen.
Foto: imago/Westend61

Während viele seit Ausbruch der Pandemie nicht mehr auf Rügen waren und sich nach der Ostsee-Insel sehen, hat eine Frau aus Berlin es genau umgekehrt gemacht: Zu Beginn des Lockdowns siedelte sie nach Rügen über.

Und das hatte einen wichtigen Grund: Als Risikopatientin wollte sie auf Rügen den Menschenmassen in der Hauptstadt entfliehen. Doch was kürzlich geschah, gleicht einem Horror-Szenario für die Frau.

Rügen: Risikopatientin muss Insel verlassen

Vor Kurzem wurden in Mecklenburg-Vorpommern die Corona-Maßnahmen verschärft. So müssen alle Menschen das Bundesland verlassen, die keinen Erstwohnsitz dort haben.

Das beeinflusst nicht nur zahlreiche Camper, die an der Ostseeküste etwas Erholung gesucht haben (MOIN.DE berichtet), sondern eben auch eine Frau auf Rügen, die eigentlich in Berlin wohnt.

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Der Grund, weshalb die 31-Jährige aus Berlin überhaupt nach Rügen übergesiedelt hat, ist ihre Krankheit („Ntv.de“ berichtet). Die Frau leidet an Mukoviszidose, die besonders die Lunge betrifft.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Aufgrund potentieller Beschwerden wie Husten, Atemnot und Entzündungen gilt die Berlinerin somit als Risikopatienten. Da ein Bekannter eine Ferienwohnung auf Rügen besitzt, entschloss sie sich, für ihre eigene Gesundheit die Hauptstadt zu verlassen.

Rügen: Frau versuchte alles, um doch noch zu bleiben

„Berlin ist ein schwieriges Pflaster und die Menschen halten sich oft nicht an die Regeln“, sagt die Frau gegenüber „Ntv.de

.

Aber nun hilft alles nichts mehr. Denn sie muss zurück in die größte Stadt Deutschlands.

Ausnahmen gibt es nämlich nur für Menschen, die in Mecklenburg-Vorpommern beruflich zu tun haben oder wichtige Termine wahrnehmen müssen.

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Trotz der Schockmeldung versucht die Berlinerin alles, um doch noch bleiben zu dürfen und kontaktierte alle Verantwortlichen. Von der Vermieterin über Landräte bis hin zu Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Ich glaube, ich habe ganz Mecklenburg-Vorpommern informiert“, erklärt die 31-Jährige. „Alle waren sehr emphatisch und bemüht, sagten, sie würden gerne helfen, seien aber nicht berechtigt.“

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Ob sich die Ministerpräsidentin persönlich bei ihr zurückmelden wird, ist wohl eher unwahrscheinlich. Ein mögliches Bußgeld in Höhe von 10.000 Euro wollte sie jedenfalls nicht riskieren und reiste deshalb ab.

(pag)