Rügen: Fund in der Ostsee gab Rätsel auf – dahinter steckt ein kurioses Hobby

Auf Rügen hat eine rätselhafte Entdeckung im Meer für Aufsehen gesorgt.
Auf Rügen hat eine rätselhafte Entdeckung im Meer für Aufsehen gesorgt.
Foto: imago images/CHROMORANGE

Rätselraten auf Rügen. „Was liegt da auf dem Meeresgrund?“, fragte sich Kameramann Nico Offermann im Dezember. Auf seinen Aufnahmen zu sehen: Zwei Seile an der Selliner Seebrücke, die im Meeresboden verankert sind. Fotos dieser Entdeckung teilte er bei Facebook.

Nun ist klar, wer hinter dem mysteriösen Fund auf Rügen steckt. Es handelt sich schlicht um ein Hobby von Vater und Sohn. Ein sehr ungewöhnliches Hobby.

Rügen: Magnetangeln als Hobby

Bei Facebook hatten einige vermutet, dass es sich um Geocache handelt. Doch das ist es nicht. Es geht um ein anderes Hobby: das Magnetangeln.

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Mit einem Bergemagneten holen Elijah Görtz und sein Vater Ronald Görtz aus Sellin so allerlei Kram aus der Ostsee. Ronald Görtz sagte der „Ostsee-Zeitung“: „Wir verbringen gerne unsere freie Zeit mit dem Magnetangeln und haben ihn schon oft nützlich eingesetzt.“

Der Bergemagnet sei extrem stark mit einer Zugkraft von bis zu viermal 250 Kilogramm. Vier Fahrräder, einen Geldtresor, zwei Einkaufswagen sowie diverse Mülleimer und Werkzeug haben Vater und Sohn schon aus der Ostsee gefischt.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Die Fundstücke seien immer von Mitarbeitern der Kurverwaltung abgeholt worden, so der Vater. Den Tresor hätten sie der Polizei übergeben.

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Als sie im Oktober wieder an der Seebrücke waren, hätten sie einen größeren Gegenstand am Meeresgrund gesehen, „vielleicht ein Anker“, sagte Görtz der „Ostsee-Zeitung“.

Vater und Sohn versuchen Gegenstand vor Rügen zu bergen

Vater und Sohn wollten herausfinden, was es war. Ein erster Anlauf blieb allerdings ohne Erfolg. Bei einem zweiten versuchten sie, den Magneten mit zwei Seilen und einer Brechstange als magnetisches Hilfsmittel zu bergen – ebenfalls ohne Erfolg.

Ein dritter Versuch blieb aus, da Sturmtief „Gisela“ auf Rügen gewütet hatte und die Selliner Seebrücke aus Sicherheitsgründen gesperrt war.

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Was genau da am Meeresgrund bei der Seebrücke liegt, bleibt also weiterhin offen. Aber was es mit den Seilen und der Brechstange auf sich hatte, die Nico Offermann fotografierte, das wäre jetzt geklärt. (kbm)