Rügen: Irre Aktion! Zwei Kletterer seilen sich vom Kreidefelsen ab – nur bei einem geht die Sache gut...

Zwei Männer haben sich am Kreidefelsen in große Gefahr begeben.
Zwei Männer haben sich am Kreidefelsen in große Gefahr begeben.
Foto: imago images / Panthermedia

Zwei Urlauber aus Sachsen sind auf der Insel Rügen in eine Notlage geraten. Was sie taten, war verboten.

Die beiden jungen Männer aus Dresden hatten vor, sich etwa zwölf Meter zu einem abgelegenen Strandabschnitt auf Rügen abzuseilen. Die „Bild“-Zeitung hat darüber berichtet.

Rügen: Am Anfang läuft es noch gut

Zunächst kamen die beiden gut voran. Sie waren am Montagnachmittag durch den Wald zwei Kilometer nördlich des berühmten Kreidefelsens Königsstuhl zur Steilküste gelaufen.

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Nach etwa der Hälfte der Strecke geriet einer der beiden, ein 19-Jähriger, in eine Notlage. „Beim Abstieg, in circa 60 Metern Höhe, kam der 19-Jährige nicht weiter und klammerte sich an einem Ast fest“, zitiert die „Bild“ die Polizei. Sein Freund konnte ihm nicht helfen.

Die beiden Männer auf Rügen rufen um Hilfe

Der 19-Jährige und sein 18-jähriger Begleiter schrien um Hilfe. Ein Urlauber aus Österreich hörte ihre verzweifelten Rufe. Er wählte den Notruf.

Polizei, Notarzt und Höhenrettung der Freiwilligen Feuerwehr Sassnitz rückten an. Auch ein Hubschrauber kreiste über den Kreidefelsen.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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„Ein Höhenretter seilte sich zu der Person ab und rettete ihn mit der Rettungshose nach oben“, schreibt die Feuerwehr. Der Kletterer blieb zum Glück unverletzt.

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Nach der Rettungsaktion wurde er von der Polizei in Empfang genommen. Denn: Abstiege abseits der freigegebenen Routen an der Kreideküste sind verboten. (kbm)