Rügen: Eine Besonderheit auf der Insel ist in Gefahr

Rügen ist für seine Kreideküste und andere Naturschätze bekannt. (Symbolbild)
Rügen ist für seine Kreideküste und andere Naturschätze bekannt. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / STAR-MEDIA

Aktuell sprießt er wieder weitflächig und man kann ihn schon aus der Ferne riechen: der Bärlauch. Bis Mai kann man das beliebte Kraut noch ernten und beispielsweise zu einem leckeren Pesto verarbeiten. Auf der Ostsee-Insel Rügen findet ihr das Gewächs übrigens derzeit großräumig im Putbuser Park.

Doch es gibt auch Pflanzen auf der Insel Rügen, die nicht so wuchern wie der Bärlauch und die als bedroht gelten.

Rügen: Pflanzenart gilt als besonders bedroht

Die „Wiesen-Kuhschelle“ kommt in Deutschland fast nur im Mittelgebirge vor, in den meisten Bundesländern steht sie auf der roten Liste.

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Die Pulsatilla ist eine krautige Pflanze, die mit seidig weißen Haaren bestückt ist und eine violette Blüte hat.

In Rügen gibt es ein spezielles Gebiet, in dem die „Kuhschelle“ wächst, und zwar die Graudüne nördlich von Prora. Dort spricht die Regionalgruppe Rügen des „Naturschutz Bund Deutschlands“ („Nabu“) von dem „letzten größeren Bestand“ der Wiesen-Kuhschelle.

Dieser Bereich liegt außerdem im Naturschutzgebiet „Schmale Heide mit Steinfelder“. Von der Kennzeichnung lässt sich aber so mancher anscheinend nicht beeindrucken und weicht trotzdem von den Pfaden ab.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Eine besondere Gefahr für diese einzigartige Pflanze ist laut Nabu nämlich die „touristische Nutzung“, also Passanten, die abseits der ausgeschilderten Wege durchs Naturschutzgebiet gehen.

Die Unachtsamkeit mancher Wanderer stellt eine große Bedrohung für die Pflanze dar. Dabei haben die meisten Touristen sicher keine bösen Absichten, sondern wissen einfach nicht, dass sie mit ihrem Verhalten eine gefährdete Pflanzenart platt machen.

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Es bleibt abzuwarten, ob die Reduzierung der touristischen Aktivitäten in den letzten Monaten zu einem Aufschwung für diese besondere Pflanze auf Rügen führt. (pag)