Sankt Peter-Ording: Anwohnerin will dringend etwas loswerden – „Unfassbar anstrengend“

Zahlreiche Autos und Wohnmobile parken am Strand von Sankt Peter-Ording.
Zahlreiche Autos und Wohnmobile parken am Strand von Sankt Peter-Ording.
Foto: IMAGO / Rüdiger Wölk

Der beliebte Urlaubsort Sankt Peter-Ording ist in den vergangenen Tagen und Wochen immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Genervte Anwohner und frustrierte Besucher machten ihrem Ärger über die Zustände vor Ort Luft.

Besonders am Pfingst-Wochenende, an dem zahlreiche Tagestouristen und Übernachtungsgäste in Sankt Peter-Ording Halt machten, entlud sich die schlechte Stimmung (MOIN.DE berichtete). Eine langjährigen Bewohnerin hat genug von der Diskussion. Auf Facebook veröffentlichte sie einen bewegenden Appell, der bei vielen auf Zuspruch stößt.

Sankt Peter-Ording: „Einfach mal ‚Danke‘ sagen“

„Ich möchte mal was los werden“, beginnt sie ihren Beitrag. „Ja, der Ort ist voll. Ja, es gibt rücksichtslose Menschen. Ja, es ist gerade etwas schwierig. Aber es gibt auch soviel Positives“, merkt sie an. Im Anschluss berichtet die Frau, die in einem kleinen Hotel arbeitet, von ganz besonderen Begegnungen mit einigen Gästen.

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„Lebe und arbeite hier seit Jahrzehnten und kann mich nicht daran erinnern, dass ich so vielen positiven, rücksichtsvollen, verständnisvollen und kommunikativen Gästen begegnet bin. Diesen möchte ich einfach mal ‚Danke‘ sagen, dass ihr euch an alles haltet“, schreibt sie.

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Das ist Sankt Peter-Ording:

  • Der Küstenort Sankt Peter-Ording liegt im Südwesten der Halbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein.
  • Sankt Peter-Ording ist in vier Ortsteile gegliedert: Böhl, Bad, Dorf (Süd) und Ording. Dort leben insgesamt 3.997 Menschen.
  • Nach den Übernachtungszahlen ist Sankt Peter-Ording in Schleswig-Holstein das führende Seebad auf dem Festland. 2019 zählte der Küstenort 1.617.211 touristische Übernachtungen.
  • Sankt Peter-Ording hat als einziges deutsches Seebad eine eigene Schwefelquelle und trägt daher die Bezeichnung „Nordseeheil- und Schwefelbad“.
  • Bekannt ist der Küstenort auch für seine Pfahlbauten am Strand.
  • Von 1994 bis 1997 wurde in Sankt Peter-Ording die ARD-Serie „Gegen den Wind“ produziert.

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Sankt Peter-Ording: Große Strapazen für die Gastronomie- und Tourismusbranche

Es sei „unfassbar anstrengend“ unter den Bedingungen zu arbeiten, „aber jedes Lächeln und nette Worte gleichen es aus“, freut sich die Hotel-Mitarbeiterin.

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Die gesamte Situation an sich sei derzeit sehr besonders. Es gebe dennoch keinen Tag, an dem sie keine nette, kommunikative Begegnung habe, so die Frau gegenüber MOIN.DE. „Erstaunlich finde ich, dass Gäste überhaupt Lust haben, im Urlaub Negatives zu posten“, berichtet sie weiter.

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10 Reise-Tipps für die Nordsee:

  • Lütetsburg
  • Cuxhaven
  • Sankt Peter-Ording
  • Wattenmeer, zum Beispiel Neuwerk oder Nordstrand
  • Husum
  • Niedersachsens Küste: Neuharlingersiel, Dangast, Greetsiel
  • Festlandorte in Schleswig-Holstein, zum Beispiel Brunsbüttel
  • Ostfriesische Inseln
  • Sylt
  • Schleswig-Holsteins Nordsee-Inseln (Föhr, Amrum, Helgoland)

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Für ihren Facebook-Beitrag erntet die Frau viel Zuspruch und ähnliche Erfahrungen. „Wir werden freundlich bedient, obwohl der Stress spürbar ist. Wir bedanken uns hier für alles, für jede kleine Handreichung“, schreibt eine Frau. „Wir haben es ja auch so vor 14 Tagen erlebt. Freundlich, egal ob Urlauber oder Restaurants sowie in den Geschäften“, berichtet ein Mann.

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„Vielen Dank für diesen sehr nett geschriebenen Beitrag. Es tut einfach gut, auch mal etwas positiv Geschriebenes hier zu lesen“, bedankt sich eine weitere Urlauberin.

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Bleibt zu hoffen, dass sich die gute Stimmung im Ort trotz der andauernden Herausforderungen für Tourismus und Gastronomie bei Anwohnern und Gästen aufrecht hält und die Menschen ihren Urlaub in Sankt Peter-Ording künftig auch weiter genießen können. (mik/pag)