Strand: Was Jugendliche hier entdeckt haben, ist echt widerlich – und weist auf ein großes Problem hin

Am Strand haben 15 Jugendliche eine echte Ekel-Entdeckung gemacht (Symbolbild).
Am Strand haben 15 Jugendliche eine echte Ekel-Entdeckung gemacht (Symbolbild).
Foto: imago stock&people

An der Küste lassen sich oft spektakuläre Entdeckungen machen. Doch ab und an finden Strandbesucher auch weniger schöne Szenen vor.

So erging es 15 Jugendlichen aus dem Gynmasium Carolinum in Neustrelitz. Die Schüler haben am Strand Hohe Düne einen widerlichen Fund gemacht, der auf ein großes Problem aufmerksam macht.

Strand: Jugendliche machen eklige Funde

Kabel, Bierdeckel und anderen Plastikmüll. Das alles haben die Schüler bei einer Sammelaktion entdeckt. Die Jugendlichen beteiligten sich am Ostsee-Strand an einem Workshop, an dem auch weitere 15 Jugendliche aus dem Leningrader Oblast teilnahmen.

Es ist ein Workshop, den der Verein Deutsche-Russische Partnerschaft (DRP) gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOV) veranstaltet hat.

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„Ziel ist es, dass sich junge Menschen zum einen mit dem Thema Plastikmüll in der Umwelt auseinandersetzen, zum anderen soll ein Anstoß für freundschaftliche Verständigung von Schülerinnen und Schülern in Deutschland und Russland gegeben werden“, sagt IOW-Sprecherin Kristin Beck gegenüber den „Norddeutsche Neueste Nachrichten“ (NNN).

Strand: Projekt zwischen deutschen und russischen Schülern

Die deutschen und russischen Schüler kommen bei der Kooperation in einem virtuellen Raum zusammen, während jeder in seiner Umgebung Untersuchungen am Strand und am Wasser ausführt.

In Warnemünde hat IOW-Wissenschaftler Sven Hille das Projekt betreut.

„Zuerst haben wir mit speziellen Backengreifern an der Brücke beim Alten Strom Sedimentproben genommen, die wir später auswerten“, sagt Hille. Anschließend ging es weiter nach Hohe Düne. Dort wurde auf einer Fläche von 1000 Quadratmeter Plastik- und anderer Müll gesammelt. „Das wird später ausgewertet und analysiert.“

Strand: Präsentation der Ergebnisse

Am 27. April werden die Strand-Funde der beiden Schüler-Gruppen im Rahmen der Deutschen Woche in St. Petersburg in einer öffentlichen Präsenzveranstaltung präsentiert.

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„Dabei präsentieren die Jugendlichen ihre Ergebnisse, danach gibt es eine Diskussion zum Thema Plastik“, so Hille dem „NNN“. Aus dem Fundus der Erkenntnisse könnten die Jugendlichen Handlungsempfehlungen, Kampagnen oder auch eine mögliche kreative Verwertung des Plastikmülls beschließen.

Auch Lehrerin Luise Eisenhardt vom Carolinum war begeistert: „Ich freue mich für die Schüler und Schülerinnen, dass sie die Chance haben selbst in Zeiten von Corona an so einem interessanten Projekt teilzunehmen und bin gespannt auf die Ergebnisse.“ (oa)