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Sylt: Was hier an den Strand gespült wurde, hat verheerende Folgen und macht Menschen traurig

Sylt: Was hier an den Strand gespült wurde, hat verheerende Folgen und macht Menschen traurig

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u00a9 picture alliance/dpa

Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel

Sylt ist eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland. Wir haben fünf überraschende Fakten zur Insel gesammelt.

Das Meer spült immer wieder Dinge aus dem Meer an den Strand von Sylt. Manches ist natürlich und anderes von den Menschen gemacht.

Doch das, was Freiwillige der „Schutzstation Wattenmeer“ nun am Strand von Sylt gefunden haben, ist schockierend.

Sylt: Schon wieder schlimme Funde am Strand

Nach dem Sturm waren die Freiwilligen der „Schutzstation Wattenmeer“ bei dem sonnigen Wetter an 20 Stellen an den Stände unterwegs.

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Das Ziel der Aktion sei es: Nach Mikro- und Mesoplastik und Kunststoffteilchen zu suchen, teilten die Freiwilligen auf Facebook mit.

Den unsichtbaren Plastikmüll entdeckten sie auf Sylt und an den vier weiteren Schutzstationen Föhr, Amrum, Sankt Peter-Ording und Westerhever.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Die Insel Sylt ist vor allem für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete
  • Der Tourismus ist seit über 100 Jahren auf Sylt von erheblicher Bedeutung, seit Westerland 1855 zum Seebad (Kurort) wurde
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt
  • Die Insel erreicht man mit dem Auto vom Festland mit dem Sylt-Shuttle der DB und dem Autozug, dazu verkehren Nahverkehrszüge und Inter City Züge der DB.
  • Auch über den Flughafen Sylt ist die Insel per Linien- und Charterverbindungen zu erreichen

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Sylt: Detektive am Strand

Partikel, die kleiner sind als 25 Millimeter, sind für die Tiere am Strand besonders gefährlich. Weil diese im Wattboden von Würmern, Muscheln und Schnecken aufgenommen werden können.

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Neben der Freiwilligen waren auch Mikroplastikdetektive auf der Suche nach Spuren an den Stränden.

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Die Aufgaben der Mikroplastikdetektive sind, dass Ausmaß dieser Verschmutzungen für das neue gleichnamige Alfred Wegner Institut-Projekt zu ermitteln.

Die Funde wurden vorsichtig vom Oberboden abgetragen und in Döschen verpackt, danach wurden sie zur Analyse ins Alfred Wegner Institut (AWI) geschickt.

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„Die Aufnahme von Mikroplastik führte zu einer starken Abnahme der Fitness und Fortpflanzungsfähigkeit der Tiere. Die möglichen Folgen sind immens, da Würmer zusammen mit Filtrierern wie Muscheln eine Schlüsselrolle als Nahrungsquelle im Ökosystem Wattenmeer spielen“, heißt es in dem aktuellen Beitrag der „Schutzstation Wattenmeer“.

Der Post macht nun auf Facebook bei den Sylt-Liebhabern die Runde. Er wurde Zahlreich geteilt und hat viele Reaktionen ausgelöst.

Die meisten Reaktionen zeigten, wie die Sylt-Fans große Trauer um die Tiere haben. Aktuell warten die Umweltschützer auf Sylt jedenfalls gespannt auf die Analyse ihrer Proben, ebenso die Insel-Anhänger. (mae)