Sylt: Auf der Insel gibt es Ärger wegen einer grünen Wiese! „Kein guter Stil“

Der Raum auf einer Insel wie Sylt ist begrenzt – und begehrt. (Symbolbild)
Der Raum auf einer Insel wie Sylt ist begrenzt – und begehrt. (Symbolbild)
Foto: picture alliance/dpa | Axel Heimken

Auf der Nordsee-Insel Sylt gibt es Ärger wegen einer grünen Wiese.

Es geht um die Grünfläche vor der Sparkasse-Filiale an der Maybachstraße in Westerland auf Sylt. Denn es gibt verschiedene Vorstellungen davon, was mit der grünen Wiese passieren soll.

Sylt: Bebauen oder grün lassen?

Eigentümer sowohl des Gebäudes als auch der Wiese ist die Vermeer Investitionsgesellschaft aus Kiel. Allein die Grünfläche vor der Sparkasse-Filiale hat die Kieler gemäß „shz.de“ drei Millionen Euro gekostet.

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Wie der Zeitungsverlag berichtet, schwebt Geschäftsführer Kevin Oldenburg und seinen beiden Gesellschaftern Carl Prien und Jan Lüddeke eine Bebauung vor. Im Raum stehe Wohnraum für Senioren, ein neues Verwaltungsgebäude mit Bürgerzentrum sowie ein Umzug des Casinos.

Die Gemeinde könnte den Plänen allerdings einen Strich durch die Rechnung machen. Einige Kommunalpolitiker wollen die Wiese unbebaut lassen. Einen gültigen Plan B gibt es gemäß „shz.de“ aktuell jedoch nicht.

Sylt: „Wir sind keine Immobilienhaie“

„Die Planungshoheit obliegt immer der Gemeinde, so will es der Gesetzgeber“, wird Bauausschuss-Vorsitzender Frank Zahel (CDU) zitiert.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Der Tourismus ist seit über 100 Jahren auf Sylt von erheblicher Bedeutung, seit Westerland 1855 zum Seebad (Kurort) wurde
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt

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Carl Prien, einer der Gesellschafter von Vermeer sagte „shz.de“: „Wir sind seit knapp zwei Wochen Eigentümer und wollten uns daher gleich einmal mit dem Vorsitzenden des Bauausschusses, dem Bauamt und einem Vertreter der Ortsentwicklung zusammen setzen, um über die Entwicklungsmöglichkeiten zu sprechen.“ Dieser Wunsch sei seitens der Verantwortlichen der Gemeinde abgelehnt worden.

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„Die Gemeinde will also selbst nichts tun, uns als Eigentümern aber vorschreiben, was wir auf unserer Fläche zu tun haben und nicht mal mit uns reden. Das finde ich, ist kein guter Stil und sowas kennen wir so nicht“, so Prien weiter.

Sylt: Die drei Männer sind nicht eingeladen

Vermeer-Geschäftsführer Kevin Oldenburg wird mit den Worten zitiert: „Wir sind keine Immobilienhaie, keine Heuschrecken, sondern ganz normale Schleswig-Holsteiner.“

Heute Abend kommt der Bauausschuss zusammen. Zur Sitzung eingeladen sind Oldenburg und seine beiden Gesellschafter nicht. Dazu sehe er keinen Bedarf, wird der Ausschussvorsitzende Zahel zitiert.

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Er selbst sei überdies nie von Vermeer persönlich angesprochen oder zu einem Gespräch eingeladen worden. (kbm)