Sylt: Einige Urlauber benehmen sich unmöglich – „Man muss sich zwingen, ruhig zu bleiben“

Rettungskräfte auf Sylt erleben mitunter dreiste Szenen mit Urlaubern (Symbolbild).
Rettungskräfte auf Sylt erleben mitunter dreiste Szenen mit Urlaubern (Symbolbild).
Foto: picture alliance / dpa | Markus Scholz

Auf Sylt herrscht im Sommer Hochbetrieb. Klar, dass es immer wieder auch zu Notfällen – nicht nur auf dem Wasser – kommt. Die Rettungskräfte der Nordsee-Insel sind stets einsatzbereit.

Allerdings machen manche Urlauber ihnen die Arbeit sehr schwer. Einige Gäste auf Sylt legen ein dreistes Verhalten gegenüber den Lebensrettern an den Tag.

Sylt: Beleidigungen sind hier alltäglich

Beleidigungen und Diskussionen stünden an der Tagesordnung, sagen die Rettungssanitäter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gegenüber dem „SHZ“. Das kennt man ja leider nicht nur auf Sylt. Rettungskräfte im ganze Land klagen über unmögliches Verhalten ihnen gegenüber.

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Viele Urlauber hätten zudem hohe Ansprüche. Und auch Beschwerden gebe es, beispielsweise, weil die Einsatzkräfte zu lange bräuchten, um an den Unfallort zu gelangen. Doch das ist auch eine echte Herausforderung.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Die Insel Sylt ist vor allem für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete
  • Der Tourismus ist seit über 100 Jahren auf Sylt von erheblicher Bedeutung, seit Westerland 1855 zum Seebad (Kurort) wurde
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt
  • Die Insel erreicht man mit dem Auto vom Festland mit dem Sylt-Shuttle der DB und dem Autozug, dazu verkehren Nahverkehrszüge und Inter City Züge der DB.
  • Auch über den Flughafen Sylt ist die Insel per Linien- und Charterverbindungen zu erreichen

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Zur Hochsaison ist die Insel sehr voll, da kann der Verkehr schon mal etwas chaotischer sein. Es sei oft schwer, durchzukommen. „Man muss sich zwingen, ruhig zu bleiben“, sagt eine Rettungssanitäterin. Teilweise würde das Martinshorn nicht einmal mehr wahrgenommen werden, weil Leute zu laut Musik in ihren Autos hören würden.

Generell verstehen Menschen anscheinend nicht immer den Ernst der Lage. Denn am Einsatzort angekommen, hätten die Sanitäter manchmal Schwierigkeiten, die Fahrzeuge auch nur zu verlassen, weil Leute zu dicht an ihnen vorbei gehen oder fahren würden.

Sylt: Menschen haben keinen Respekt

Menschen haben oft nicht ein bisschen Respekt gegenüber der Arbeit der Rettungssanitäter, das zeigt der „SHZ“-Beitrag. Der Job klingt alleine deshalb schon nach einer echten Herausforderung.

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Dabei ist die wirkliche Herausforderung doch, Menschen in Not zu retten! Es dürfte eigentlich nicht zu viel verlangt sein, die Leute ihre Arbeit machen zu lassen. Eigentlich. (fk)