Sankt Peter-Ording (SPO): Was hier im Wattenmeer festsitzt, ist kaum zu glauben – Rettungseinsatz!

Foto: Freiwillige Feuerwehr St. Peter-Ording

Aufregender Einsatz für die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und die Freiwillige Feuerwehr Sankt Peter-Ording (SPO).

Am Sonntagmorgen ging bei den Rettern ein Alarm ein. Etwas hatte sich im Watt vor Sankt Peter-Ording (SPO) verlaufen. Nun musste alles ganz schnell gehen!

Sankt Peter-Ording (SPO): Pferd unternimmt Wattwanderung

Wie die Feuerwehr mitteilte, war zuvor ein Pferd ausgebüchst und in Richtung Nordsee geflohen. Dort saß es nun im Wesselburener Watt fest, etwa 3,5 Kilometer von der Küste entfernt.

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Fischer hatten das erschöpfte Tier zuvor nahe einer Tonne entdeckt. Das Pferd war demnach noch gesattelt. Da die Retter davon ausgehen mussten, dass sich der Reiter möglicherweise ebenfalls im Watt befindet, was schnelles Handeln erforderlich.

Doch die Entwarnung folgte schnell: „Einer aus unserer Crew wusste, dass beim Verladen von Pferden in St. Peter-Ording am Vortag ein Tier ausgebüchst war“, berichtet Matthias Claussen von der DGzRS. Schnell konnte so auch die Halterin ermittelt und informiert werden.

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Das ist Sankt Peter-Ording:

  • Der Küstenort Sankt Peter-Ording liegt im Südwesten der Halbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein.
  • Sankt Peter-Ording ist in vier Ortsteile gegliedert: Böhl, Bad, Dorf (Süd) und Ording. Dort leben insgesamt 3.997 Menschen.
  • Nach den Übernachtungszahlen ist Sankt Peter-Ording in Schleswig-Holstein das führende Seebad auf dem Festland. 2019 zählte der Küstenort 1.617.211 touristische Übernachtungen.
  • Sankt Peter-Ording hat als einziges deutsches Seebad eine eigene Schwefelquelle und trägt daher die Bezeichnung „Nordseeheil- und Schwefelbad“.
  • Bekannt ist der Küstenort auch für seine Pfahlbauten am Strand.
  • Von 1994 bis 1997 wurde in Sankt Peter-Ording die ARD-Serie „Gegen den Wind“ produziert.

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Sankt Peter-Ording (SPO): Schwierige Bergung in der Nordsee

Die Seenotretter fanden das zehnjährige Pferd namens Napoleon schließlich auf de Südseite der Eidermündung. „Er muss also in der Nacht durchs Fahrwasser geschwommen sein“, nimmt Claussen an.

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Nachdem das Seenotrettungsboot das Tier bei Ebbe nicht mehr erreichen konnte, kam schließlich die Feuerwehr mit einem Luftkissenboot und mehreren Fahrzeugen zum Einsatz. Gemeinsam mit der Besitzerin gelang es schließlich, das Pferd zu halftern und an langen Leinen aus dem Watt zu führen.

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„Das Pferd und auch wir sind mehrere Male bis über die Knie im Watt eingesunken. Wir mussten den Weg zur Küste suchen, denn das Tier war bereits in einer Gegend, in der es keine bekannten Wattwanderwege mehr gibt“, berichtet Seenotretter Jens Bohlmann.

Zweieinhalb Stunden später erreichten die Retter gemeinsam mit dem Tier die Küste. Die Besitzerin bedankte sich glücklich und erleichtert bei allen beteiligten Einsatzkräften. (mik)