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Sylt: SIE stürmen die Insel, niemand will sie haben – und es sind nicht die Punks…

Sylt

Fünf spannende Fakten zur Insel

Was gerade auf die Insel kommt, habe er auf Sylt „noch nie erlebt“, berichtet ein Urlauber.

Ein Foto soll zeigen, welche Plage Sylt derzeit im Griff hat – und auch, wenn so mancher Besucher womöglich hier an Punks denkt…diese Gäste will wirklich niemand haben.

Sylt: Vorsicht, Blutsauger!

Gemeint sind Plagegeister, die sich surrend ankündigen und Mensch wie Tier in den Wahnsinn treiben können: Mücken.

Ein totes Exemplar, mit der Kamera verewigt, soll unterstreichen, was Urlauber wie Einwohner auf der Insel durchmachen müssen. „Haben wir in der Intensität hier noch nie erlebt. War heute in drei Geschäften, um einen ‚Anti- Mückenstecker‘ zu kaufen. Zwei Mal komplett ausverkauft“, berichtet der Betroffene.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Die Insel Sylt ist vor allem für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete
  • Der Tourismus ist seit über 100 Jahren auf Sylt von erheblicher Bedeutung, seit Westerland 1855 zum Seebad (Kurort) wurde
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel

Sylt: „Sehr unangenehm“

Schnell wird klar: Hier handelt es sich um eine echte Mückenplage. Zahllose Menschen melden sich, berichten von ähnlichen Erfahrungen, tauschen Tipps und Tricks gegen die stechenden Brummer aus.

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Es sei ungewöhnlich, dass selbst im Sommer so viele Mücken auf Sylt unterwegs seien, da sind sich Kenner der Urlaubs-Insel sicher. „In der letzten Woche wurden wir auch ziemlich zerstochen. Es juckt auch lange und sehr unangenehm“, berichtet eine Attackierte, Geschichten dieser Art häufen sich.

Locker flanieren auf Sylt? Momentan wird das zur Qual. Foto: Locker auf Sylt flanieren? Momentan wird das zur Qual.

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Sylt ist nur der Anfang

Und auch über die Grenzen von Sylt hinaus scheinen sich die lästigen Insekten mehr als sonst ausgebreitet zu haben: „Mücken in diesem Jahr, ganz schrecklich“, verkündet eine Frau aus Wipperfürth.

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Klar, das Rheinland ist im Sommer in der Regel trockener, da liegt das auf der Hand – doch die Dame hat Recht: Experte Renke Lühken, Ökologe am Bernhard-Nocht-Institut für Tropen­medizin klärt gegenüber dem RND auf: „Je wärmer es ist, umso schneller können sich die Stech­mücken entwickeln und umso mehr Generationen gibt es.“ Deshalb könne es in Über­schwemmungs­gebieten bei zugleich warmen Temperaturen zu einer Art Stech­mücken­plage kommen.


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„Je wärmer es ist, umso schneller können sich die Stech­mücken entwickeln und umso mehr Generationen gibt es“, erklärt Lühken. Deshalb könne es in Über­schwemmungs­gebieten bei zugleich warmen Temperaturen zu einer Art Stech­mücken­plage kommen.

Und als überschwemmt gelten auch Gebiete, in denen die Faktoren Regen, hohe Temperaturen und schwülwarme Luft aufeinander treffen. Eine gängige Kombination im ausklingenden Sommer – Sylt steht wohl noch einiges bevor…