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Sylt: Verkommt ein beliebter Ort? Dieser Anblick macht Menschen wütend! „Verschandelt“

Das ist Sylt

Es gibt viel zu besprechen gerade auf Sylt. Das auch über die Grenzen der Insel hinaus populärste Thema sind die Punks, klar. Und wie man sie wieder los wird.

Aber es gibt auch andere Dinge, die Menschen auf der Insel gerade diskutieren. Zum Beispiel, wie ein beliebter Hotspot auf Sylt verkommt. Zumindest in den Augen einiger.

„Sylt sucht den schönsten Müllcontainer“

In sozialen Medien teilte eine Frau eine Aufnahme von der Strand-Promenade in Westerland. Im Fokus: Flaschencontainer – die, mehr oder weniger, mitten auf dem beliebten Boulevard stehen.

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„Jetzt fehlt noch der Altkleidercontainer“, schreibt die Frau. Schnell wird klar: Aus ihrer Sicht haben Container in dieser Gegend nix zu suchen, wo ja nun wirklich ständig Menschen vorbeispazieren, Einheimische wie Auswärtige.

„Schade, dass die Promenade so verschandelt wurde“, schreibt sie. Andere stimmen zu: „Container gehören hinter die Kulisse!“

Die Promenade in Westerland auf Sylt
Die Promenade in Westerland auf Sylt Foto: imago

Jemand mutmaßt: „Wahrscheinlich stehen sie nur da, weil es nur noch ignorante Menschen gibt, die ihr Leergut nicht mal ein paar Meter tragen können. Nehmt euren Müll einfach mit und lasst ihn nicht stehen und liegen.“


Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Die Insel Sylt ist vor allem für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete

Ja, diese Menschen gibt es definitiv, nicht nur auf Sylt. Die Nordsee ein Stückchen runter auf Norderney gab es gerade eine ähnliche Diskussion. Da taten sich Menschen zusammen, um am Strand mal ordentlich aufzuräumen – was nicht nötig gewesen wäre, wenn jeder sich selbst um sein Zeug kümmern würde (hier mehr dazu).

Aber was ist nun das größere Übel, fragen andere auf Sylt: Container an der Promenade oder Müll am Strand? Antwort: Letzteres. Und genau das ist ja der Zweck der Container, Müll zu vermeiden.

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„Im Gegensatz zu früheren Zeiten reiht sich ein ,Strandversorger‘ mit Lebensmitteln und Getränken an den anderen“, schreibt jemand, „alles zum Mitnehmen gut verpackt. Leider sind viele Strandbesucher nicht bereit ihren Müll auch selbst zu entsorgen, also wird er irgendwo hinterlassen, im Strandkorb oder am Strand. Insofern haben die Container – obwohl nicht ansehnlich – schon ihre Berechtigung.“


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Andererseits, merkt jemand an: „Manchen könnte man so ein Teil leider fast auf den Schoß stellen und sie würden dennoch für ihren Müll einen Weg daran vorbei finden.“

Leider auch wieder wahr.

Es ist ein emotionales Thema, das wird bei der Diskussion mal wieder klar. Vorschlag zur Güte kommt dann von einer Frau: „Kann man doch jemanden beauftragen, der die schön bemalt. Bei uns wurden Trafohäuschen von Schülern bemalt. Ging vom Kunstlehrer aus. Erst im Unterricht, und dann die schönsten ausgesucht.“

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„Sylt sucht den schönsten Müllcontainer“ – das wäre doch ein prima Format für Dieter Bohlen. (jds)