Usedom: Dreiste Betrüger am Werk – Polizei warnt vor dieser Anzeige

Ein Polizist auf Usedom.
Ein Polizist auf Usedom.
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Auf Usedom sind dreiste Betrüger am Werk! Die Täter geben sich als Teppichreiniger aus. Die Polizei berichtet von mehreren Fällen, die sich in letzter Zeit auf der Insel und auf den Seeplatten ereignet haben.

Auf Usedom fiel unter anderem ein älterer Herr der ausgefeilten Masche zum Opfer.

Usedom: Mehrere Teppiche im Wert von etwa 3.000 Euro

Der 87-Jährige hatte gemäß Mitteilung mehrere Teppiche im Wert von etwa 3.000 Euro zur Reinigung übergeben. Der Rückgabezeitpunkt verstrich demnach, Kontaktversuche zur Firma scheiterten.

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Auf der Rechnung war als Firma „Reinigungsservice Remetter“ angegeben, angeblich mit Sitz in der Wartlautstraße in Neubrandenburg. Doch an der Adresse gebe es nach ersten Ermittlungen gar keine Firma, die Telefonnummer führe zu einer Band-Ansage.

Nicht nur auf Usedom – weiterer Fall in der Müritzregion

Dasselbe gelte für die Firma „Teppichhaus Remetter“ aus einem Fall im Raum Waren (Müritz), so die Polizei. Dort hatte laut Polizei eine 77-Jährige eine Werbeanzeige in einer Zeitung entdeckt und im Februar mehrere Teppiche zur Reinigung an zwei Abholer überreicht. Eine Summe für die Reinigung sei schriftlich festgehalten worden.

Zwei Mal wurden die für Anfang März vereinbarten Termine zur Rückgabe der Teppiche mit einem Wert von etwa 2.500 Euro demnach nicht eingehalten, was die Frau zur Anzeige bewog.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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Die Polizei beschreibt die dreiste Masche jeweils wie folgt: „Angebliche Firmen, die ,professionelle Teppichreinigungen' anbieten, schalten über regionale Zeitungen Anzeigen. Zudem scheint es auch Werbe-Flyer in Briefkästen zu geben.“

Wer die lokale Festnetznummer wähle, höre zunächst nur eine Band-Ansage, bekomme aber später einen Rückruf von einer Handynummer. Dann folgen Termine zur Übergabe. Abgeholte Teppiche tauchen nicht wieder beim Besitzer auf – so zumindest in den aktuellen Fällen.

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Laut Polizei ist es nicht ausgeschlossen, dass die dubiosen Geschäftsleute die Teppiche grundsätzlich auch zurückgeben.

Aus der Erfahrung mit früheren ähnlichen Fällen vermutet die Polizei, dass dann allerdings weit höhere Reinigungssummen verlangt werden, als vorab vereinbart.

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Usedom: Die Polizei gibt Tipps

Die Polizei gibt unter anderem folgende Tipps zum Schutz vor unseriösen Handwerker- bzw. Serviceleistungen:

  • Seien Sie misstrauisch bei Werbeanzeigen jeglicher Art. Eine Veröffentlichung in einer seriösen Zeitung sagt nichts über die Echtheit einer Firmenanzeige aus.
  • Überprüfen Sie die Firmen, die mit speziellen Angeboten locken – zum Beispiel, ob es Einträge im Handelsregister gibt und ein Impressum mit erreichbarer Rufnummer für Kunden.
  • Vergleichen Sie Angebote mit Preisen regionaler Firmen, um Wucher zu entgehen.
  • Verlangen Sie eine Rechnung und achten Sie auf eine rechtskonforme Rechnung (Firmenangabe, Steuernummer, Rechnungsnummer). Sie sind nicht verpflichtet, die Rechnung sofort zu begleichen. Auch die Drohung mit der Polizei oder einem Inkassounternehmen ist haltlos.
  • Scheuen Sie sich nicht, Anzeige bei der Polizei gegen die Firma zu erstatten.

Bei den beiden Fällen auf Usedom und in der Müritzregion ermittelt nun die Kripo wegen des Verdachts der Unterschlagung und des Betrugs. (kbm)