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Usedom: Irre Regel treibt Ostsee-Gäste weg! „Wegen Reichtum geschlossen“

Eine neue Regelung auf der Ferieninsel Usedom bereitet Geschäftsinhabern und der Politik Kopfschmerzen. Immer mehr Touristen zieht es in andere Orte!

Usedom
© IMAGO / Leo

Usedom: Woher die Insel ihren Namen hat

Nach Rügen ist Usedom die zweitgrößte Insel Deutschlands. Die Insel an der Pommerschen Bucht hat 76.500 Einwohner. Sie ist zum Großteil Deutsch, jedoch ist auch ein Teil im Osten von ihr bereits polnisch. Gelegen an der Ostsee ist sie ein absoluter Touristenmagnet.

Gesetzliche Willkür auf der Ostsee-Insel Usedom! Ein neues Gesetz sorgt für wachsenden Unmut bei Geschäftsinhabern und Verantwortlichen auf der Insel – sogar der Kurdirektor schlägt bereits Alarm.

Tote Hose in den Fußgängerzonen der Kaiserbäder Ahlbeck und Heringsdorf auf Usedom. Viele Urlauber zieht es seit kurzem zum Bummeln rüber nach Polen, und der Gemeinde drohen hohe Verluste an Steuereinnahmen, und das alles nur wegen einer neuen Regelung. Diese stößt bei allen Beteiligten auf Unverständnis.

Usedom: Ärger auf der Insel

Die bekannten Ferienorte Heringsdorf und Ahlbeck liegen nur wenige Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Bisher erlaubte die Gesetzeslage, dass Geschäfte in einer Entfernung von weniger als 15 Kilometern zur Grenze auch an Sonntagen geöffnet sein konnten. Doch der zuständige Landtag hat ein neues Gesetz beschlossen: Seit dem 1. Februar müssen auch hier die Läden geschlossen bleiben. Das führt zu erheblichen Problemen auf der beliebten Urlaubsinsel.

Eine riesige Umstellung und Frustration für betroffene Inhaber und die Politik in den Gemeinden. Eine Reportage des NDR zeigt: Viele Urlauber verstehen die Situation nicht und fahren lieber nach Polen. Einige Ladenbesitzer auf Usedom sehen sich Vorwürfen ausgesetzt. Sie hätten „wegen Reichtum geschlossen“ und „sie hätten es nicht mehr nötig, am Wochenende zu öffnen“. Die Umstellung bedeutet einen deutlichen wirtschaftlichen Schaden für die gesamte Region.

+++ Ostsee: Gefährliche Zustände! Und die Verantwortlichen weichen aus +++

Usedom: Sonntag umsatzstärkster Tag

Auch die Gemeinde zeigt sich höchst unzufrieden mit der Entscheidung. Thomas Heilmann, Kurdirektor der Kaiserbäder auf Usedom, prophezeit einen immensen Rückgang an Einnahmen, wenn die Geschäfte nicht mehr übers Wochenende geöffnet sein dürfen. Gerade in der Nebensaison sei der Sonntag der umsatzstärkste Tag gewesen.


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Ein betroffener Ladenbesitzer bleibt nichts anderes übrig, als ein hartes Urteil zu fällen. „Das wir jetzt sonntags geschlossen haben müssen, ist echt Mist“, sagte er dem NDR.