Usedom und Rügen: Großes Problem deutet sich an – Krise für die Urlaubsinseln?

Auf Usedom und Rügen deutet sich im Gastgewerbe ein großes Problem an (Symbolbild).
Auf Usedom und Rügen deutet sich im Gastgewerbe ein großes Problem an (Symbolbild).
Foto: picture alliance / Jens Koehler

Immer noch sind zahlreiche Urlauber an der Ostsee-Küste. Usedom und Rügen sind weiterhin gut besucht und können sich über eine erfolgreiche Saison freuen. Doch ob das im kommenden Jahr genauso aussehen wird...

Denn auf das Gastgewerbe kommt eine harte Zeit zu. Das macht sich auch auf Usedom und Rügen bemerkbar. Grund dafür sind die allgemein steigenden Preise. Mehreinnahmen der Gastronomie werden durch die steigenden Energie- und Personalkosten aufgefressen, sagte der Präsident des Verbandes Dehoga MV, Lars Schwarz.

Usedom und Rügen: Kosten werden weitergegeben

Die Entwicklung komme in einer Zeit, in der die Probleme aus der sieben Monate langen Zwangsschließung mit weiter laufenden Kosten noch nicht bewältigt seien, so Lars Schwarz. Die Branche sei sehr beunruhigt, da noch kein Ende der allgemeinen Teuerung abzusehen sei.

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„Wir stehen am Ende der Teuerungsspirale, sie trifft uns voll.“ Dies werde als das hauptsächliche Hemmnis für eine weitere positive Entwicklung betrachtet. Alle Preissteigerungen bei Lebensmitteln müssten letztlich an die Kunden weitergegeben werden. Düstere Aussichten für Urlauber also, doch das sieht in anderen Urlaubregionen wie Schleswig-Holstein nicht anders aus (hier mehr dazu).

Als ein weiteres Beispiel nannte Schwarz höhere Kosten für Geschirr und Besteck von derzeit bis zu 40 Prozent. Da die privaten Haushalte vor vergleichbaren Problemen stünden, sei absehbar, dass die Menschen seltener ausgehen werden.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 70.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Usedom und Rügen: Corona macht weiter Probleme

Gleichzeitig sei die Gesellschaft noch ein gutes Stück davon entfernt, das Corona-Virus und die Pandemie als beherrschbar bezeichnen zu können.

Trotzdem gebe es gute Zeichen, die beispielsweise an den steigenden Buchungen von Firmen-Weihnachtsfeiern ablesbar sind. Allerdings sei dies auch noch kein „sicheres Geschäft“. Denn die Wirte müssten den Kunden sehr kulante Möglichkeiten zur Stornierung geben.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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Bei den Zugangsregelungen zu den Restaurant und Gastwirtschaften stünden die Betreiber einer generellen 2G-Regelung sehr skeptisch gegenüber. Dies bedeute, dass nur die Zutritt erhalten, die eine vollständige Impfung vorweisen könnten oder von einer Corona-Erkrankung genesen sind.

„Wir sind die Gastgeber. Wir sind nicht die, die jemand aussperren“, betonte Schwarz. Schon heute sei zu befürchten, dass die Gäste dauerhaft verloren gehen, die bei der 3G-Regelung einen aktuellen Negativ-Test vorweisen müssten.

Nicht nur die hohen Preise, sondern auch der Personalmangel stellt ein großes Problem für die Ostsee-Inseln dar. Ein Traditionslokal an der Küste musste deshalb sogar dichtmachen. >>> Hier mehr dazu.

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