Usedom: Stau und Verkehrs-Chaos auf der Insel! Weil alle nach Polen wollen

 Sprit-Preise verursachte Verkehrs-Chaos auf Usedom (Symbolbild).
Sprit-Preise verursachte Verkehrs-Chaos auf Usedom (Symbolbild).
Foto: picture alliance/dpa | Stefan Sauer | Fredrik Persson/TT

Kilometerlange Staus und ein gewaltiges Verkehrs-Chaos erwartete Urlauber und Einheimische an der polnischen Grenze auf Usedom.

Sie alle wollten unbedingt ins Nachbarland fahren – und nahmen die Strapazen auf Usedom dafür gerne in Kauf.

Usedom: Sprit-Preise zieht sie an

Vielen Menschen ist bereits bekannt, dass die Sprit-Preise auf der polnischen Seite der Insel Usedom günstiger als in Deutschland ist. Doch dies Mal waren sie mehr als günstiger!

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In Swinemünde gab es am 2. Januar mehrere, kilometerlange Reihen Stau. Denn in Polen wurden die Sprit-Preise im neuen Jahr gesenkt. Da verwundert es kaum, dass die meisten Autos deutsche Kennzeichen hatten.

Benzin und Diesel sind seit 1. Januar 2022 um die 20 Cent oder sogar mehr billiger als in Deutschland geworden, weil die Mehrwertsteuer nun beim Tanken in Polen komplett entfällt.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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Usedom: So hoch sind Preise-Unterschiede

Die polnische Regierung hat erneut Steuererleichterungen für die polnische Wirtschaft auf den Weg gebracht. So wurden im Dezember die Mehrwertsteuer und die Kraftstoffsteuer gesenkt, um der Inflation entgegenzuwirken, berichtete die „Ostsee Zeitung“.

Für viele Autofahrer lohnte sich die lange Schlange, weil sie sicher sich viel Geld beim Tanken sparten.

Für den Liter Super-Benzin bezahlten die Autofahrer in Swinemünde – oder an einem anderen polnischen Ort – am Sonntagnachmittag nur 5,75 Zloty (1,26 Euro). In Deutschland lag der Preis für den Super-Benzin-Liter bei 1,64 Euro.

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Bei Diesel lag der Preis auf deutscher Seite am Sonntagnachmittag bei 1,46 Euro. In Polen kostete er mit 5,79 Zloty ( entspricht 1,27 Euro) 19 Cent weniger, wie die „Ostsee Zeitung“ berichtete.

Einen guten Start ins neue Jahr war den Autofahrer also grantiert. (mae)