Usedom: Menschen verwirrt, was sie am Strand sehen – der Hintergrund ist ernst

Usedom: Woher die Insel ihren Namen hat

Usedom: Woher die Insel ihren Namen hat

Nach Rügen ist Usedom die zweitgrößte Insel Deutschlands. Die Insel an der Pommerschen Bucht hat 76.500 Einwohner. Sie ist zum Großteil Deutsch, jedoch ist auch ein Teil im Osten von ihr bereits polnisch. Gelegen an der Ostsee ist sie ein absoluter Touristenmagnet.

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Nanu, was ist denn da am Strand von Usedom los?

„Für leichte Irritationen sorgte der heutige Bau eines Zaunes am Strand entlang der deutsch-polnischen Grenze in Ahlbeck“, heißt es bei Facebook. Veröffentlicht wurde der Beitrag von der Gemeinde Heringsdorf auf Usedom. Sie informiert darüber, was hier gerade passiert.

Usedom: „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“

„Es handelt sich um das letzte Stück der zehn Kilometer langen Zaunanlage entlang des Grenzstreifens auf der Insel Usedom, welche der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest entgegenwirken soll.“ Die Seuche stellt eine ernste Gefahr für Tiere dar. Für den Menschen ist sie ungefährlich, für Schweine hingegen tödlich. Das Land ist deshalb aktiv geworden.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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Mecklenburg-Vorpommern trägt die Kosten für den Zaun. Er ist knapp einen Meter hoch und soll verhindern, dass sich die Schweinepest auf der Insel verbreitet.

+++ Rügen: Familie zu Fuß alleine auf der Insel unterwegs – was dann passiert, konnte keiner ahnen +++

Es handle sich um „eine reine Vorsichtsmaßnahme“, wird der Forstamtsleiter des Forstamtes Neu Pudagla in dem Beitrag zitiert. Bisher seien weder auf dem deutschen noch auf dem polnischen Teil der Insel Fälle der Afrikanischen Schweinepest bestätigt worden.

Man ist lieber vorsichtig auf Usedom

Leider kam es jedoch in Brandenburg und Sachsen in den letzten Monaten zu größeren Infektionsherden durch infizierte Tiere aus Osteuropa. Auf Usedom ist man deshalb lieber vorsichtig.

Ende September hatte das Schweriner Agrarministerium mitgeteilt, dass an der gesamten Grenze zu Polen ein zweiter Schutzzaun entstehen soll. Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat dafür 5,8 Millionen Euro bewilligt.

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Den ersten Schutzzaun hatte Mecklenburg-Vorpommern Ende 2020 fertiggestellt. (kbm mit dpa)