Usedom: Krasses Bauprojekt schreitet voran! Menschen können bald zur Nachbarinsel laufen

Usedom: Woher die Insel ihren Namen hat

Usedom: Woher die Insel ihren Namen hat

Nach Rügen ist Usedom die zweitgrößte Insel Deutschlands. Die Insel an der Pommerschen Bucht hat 76.500 Einwohner. Sie ist zum Großteil Deutsch, jedoch ist auch ein Teil im Osten von ihr bereits polnisch. Gelegen an der Ostsee ist sie ein absoluter Touristenmagnet.

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Der Swinetunnel ist ein echtes Mammut-Vorhaben. Seit März wird unter dem Meeresarm der Ostsee gebohrt. Bisher trennt das Wasser die Inseln Usedom und Wollin voneinander.

Das soll sich nun ändern. Bald schon sollen die Menschen von Usedom aus zur Nachbarinsel laufen können und umgekehrt.

Usedom: Wichtiger Durchbruch nach Wollin geschafft

Denn die Tunnelbohrmaschine namens Wyspiarka hat den Durchbruch geschafft. Ein rund 16 Meter dicker Betonblock musste dafür durchbohrt werden.

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Anschließend wurden laut „Nordkurier“ gut 12.000 Kubikmeter Wasser aus der Aufnahmekammer gepumpt. Kurz vor dem Durchbruch sei die Maschine noch einmal gründlich inspiziert und der Zustand der Schneidwerkzeuge überprüft worden.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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„Fast 1,5 Kilometer hat sie nun zurückgelegt und jetzt ist sie wieder an der Oberfläche aufgetaucht, aber nun endlich auf der Wolliner Inselseite”, sagte Barbara Michalska, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Swinemünde.

Tunnel nach Usedom ist fast 1,8 Kilometer lang

Nun wird die Bohrmaschine in der Aufnahmekammer, die 35 Meter lang, 19 Meter breit und 18 Meter hoch ist, in ihre Einzelteile zerlegt. Danach sollen schon in der kommenden Woche Fußgänger durch den Tunnel laufen können.

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Insgesamt wird die Demontage laut „Nordkurier“ zwei Monate dauern. Gleichzeitig soll jedoch am Tunnel weitergearbeitet werden. So stünden noch Arbeiten an Tragwerken und den Notausgängen an.

Es ist also vielleicht noch nicht die klügste Idee, schon jetzt durch den Unterwassertunnel, der mit Ein- und Ausfahrten stolze 1,78 Kilometer lang ist, zu laufen. Man weiß ja nie, was passieren kann.

Tunnel zwischen Usedom und Wollin soll 2022 eröffnet werden

Endgültig abgeschlossen werden sollen die Arbeiten voraussichtlich im dritten Quartal 2022. Anschließend soll der Tunnel in Betrieb genommen werden, der für die Verkehrszulassung notwendig ist.

Damit sollen lange Warteschlangen an den Fährhäfen von Swinemünde im Stadtzentrum und Karsibor außerhalb ein Ende haben. Hier fahren aktuell zwei Autofähren zwischen den Inseln Usedom und Wollin.

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Zumindest die Fähren im Stadtzentrum sollen auch nach der Eröffnung des Tunnels weiter fahren. Sie sind aktuell ausschließlich für Einheimische und Berufspendler vorgesehen, die eine entsprechende Vignette besitzen. (mk)