Die AfD-Fraktionschefs Alice Weidel und Tino Chrupalla haben sich im Bundestag eine Verdopplung ihrer Funktionszulagen genehmigen lassen. Die Entscheidung sorgt nicht nur für Kritik von außen, sondern auch innerhalb der eigenen Reihen. Mit den neuen Zulagen liegt die AfD-Spitze nun vor anderen Oppositionsparteien wie den Grünen und der Linken.
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AfD erhöht Funktionszulagen: Kritik in den eigenen Reihen
Die AfD-Spitze im Bundestag hat sich neue, deutlich höhere Funktionszulagen genehmigt – eine Entscheidung, die auch innerhalb der Fraktion auf Kritik stößt. Wie „t-online“ berichtet, erhalten die AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla nun jeweils zusätzlich zu ihrer Abgeordnetendiät von rund 12.000 Euro pro Monat weitere 12.000 Euro als Funktionszulage. Damit wurde die Zulage im Vergleich zur letzten Legislaturperiode verdoppelt.
Auch Stellvertreter und Parlamentarische Geschäftsführer der AfD profitieren von der Anhebung ihrer Zulagen auf etwa 6.000 Euro monatlich. Die genauen Zahlen wurden den Abgeordneten erst mündlich genannt und sorgten bei einigen für Unmut. „Unverschämt“, nannte ein anonymer Kritiker die Entscheidung.
Partei rechtfertigt Erhöhung
Ein Sprecher der AfD-Fraktion erklärte dem Portal, die höhere Zulage solle der gestiegenen Arbeitsbelastung und der Verantwortung in einer doppelt so großen Fraktion Rechnung tragen. Darüber hinaus betonte er, dass öffentliche Anfeindungen und Bedrohungen gegen AfD-Funktionäre eine zusätzliche finanzielle Kompensation erforderten. Mit den neuen Funktionszulagen liegt die AfD-Spitzenführung in der Opposition jetzt in Führung vor den Grünen.
Laut Grünen-Homepage erhalten deren Fraktionsvorsitzende 50 Prozent einer Diät als Zuschlag. Die Linke zahlt ihren Vorstand hingegen überhaupt keine Zulagen mehr. „Wir finden, die Höhe der Abgeordnetendiäten ist mehr als ausreichend“, sagte Ina Latendorf, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion.
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Die Grünen veröffentlichen ihre Zulagen transparent, während SPD und Union keine genauen Angaben zu den individuellen Zahlungen ihrer Fraktionsvorstände machen. Stattdessen nennen sie pauschale Summen: SPD-Zulagen beliefen sich 2023 auf rund 1,8 Millionen Euro, die Union zahlte etwa 2,1 Millionen Euro.
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