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Hamburger SV: Thioune hat‘s geschafft! Darauf hat man beim HSV lange gewartet

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Beim Hamburger SV schafft es Daniel Thioune derzeit, Spaß und Erfolg zu vereinen. Foto: imago images/Revierfoto

Hamburg. 

„Die Tabelle gibt sicherlich im Moment ein schönes Bild ab – das hat für mich aktuell aber keine Relevanz“, sagt Daniel Thioune bescheiden. Deutlich weniger bescheiden, dafür umso euphorisierter geht es bei den Fans des Hamburger SV ab.

Vier Spiele, vier Siege – und noch mehr: Der Hamburger SV begeistert auch spielerisch wieder.

Hamburger SV: Thioune haucht dem HSV Spaß und Dominanz ein

Gegen Aue hat der HSV endlich wieder richtig Spaß gemacht, die Angreifer wirbelten umher, sie erspielten sich Chancen um Chancen und der Gegner wusste nie, was die Hamburger als nächstes vorhatten.

Mit Torwart Sven Ulreich dachten im Prinzip nur fünf Spieler defensiv, der Rest tobte sich aus – und verwirrte die überforderten Erzgebirgler.

Es war eine Machtdemonstration durch Tore von Manuel Wintzheimer (17.), Sonny Kittel (57.) und Khaled Narey (72.), Aue wirkte durch die wirbelnden Rothosen hoffnungslos überfordert.

Thioune scheint ein Problem der Vorjahre langsam zu beheben: Denn zuletzt war der HSV für den Gegner irgendwann immer sehr berechenbar gewesen.

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Thioune: „Es ist der Teamgedanke, der uns nach vorne bringt“

Thiounes Erfolgsrezept ist klar: Kein Spieler steht über dem Team. „Wenn man es schafft, als Mannschaft zusammenzufinden, wenn der Einzelne sich nicht über das Team stellt“ und das Team „Geschlossenheit demonstriert“, dann könne man „erfolgreich Fußball spielen“, sagte Thioune: „Es ist der Teamgedanke, der uns nach vorne bringt. Und dann noch ein bisschen, dass wir ein paar fußballerische Ideen haben“.

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Und so sammelt auch Sportvorstand Jonas Boldt, der Thioune geholt hat und offenbar selber vom AS Rom umworben wird, fleißig weiter Argumente für eine angepeilte Vertragsverlängerung. „Wir haben uns natürlich etwas gedacht bei der Trainerverpflichtung und bei der Zusammenstellung der Mannschaft“, sagte der Manager. Doch vier Siege in Serie bedeuten „am Ende gar nichts – wir müssen weiterarbeiten.“

Das A-Wort ist an der Elbe verpönt, aber natürlich streben sie die Rückkehr auf die ganz große Bühne an. Öffentlich wird aber Demut und harte Arbeit gepredigt. Und Thioune lebt diesen Ansatz. „Die Maximalausbeute mit zwölf Punkten“ fühle sich „natürlich sehr gut an, aber für uns geht es ausschließlich darum, genau so weiterzumachen und weiter fleißig zu sein“, sagte er. (dso/sid)