Hamburger SV: Klub trifft umstrittene Entscheidung – tut man sich DAMIT einen Gefallen?

Umstrittene Entscheidung beim Hamburger SV.
Umstrittene Entscheidung beim Hamburger SV.
Foto: IMAGO / Eibner

Es hätte ein Machtkampf um die Zukunft des Hamburger SV werden sollen. Auf der anstehenden Mitgliederversammlung wird das gesamte Präsidium des Klubs neugewählt.

Doch rund einen Monat vor den Wahlen hat der Beirat des Hamburger SV nun eine umstrittene Entscheidung getroffen. Tut sich der Klub damit einen Gefallen?

Hamburger SV: Jansen-Konkurrent nicht zugelassen

Marcel Jansen will nach seinem Rücktritt als Präsident zu Beginn dieses Jahres im August in gleicher Funktion zurückkehren. Dazu hat der Ex-Profi ein Team um Bernd Wehmeyer und Michael Papenfuß aufgestellt.

Vor wenigen Tagen hatte allerdings ein weiterer Ex-Profi seine Kandidatur für das Amt öffentlich gemacht: Mit Marinus Bester gab es plötzlich einen zweiten Kandidaten, der ein ganzes Team hinter sich versammelt hatte. Gemeinsam wollte er mit Para-Kanutin Edina Müller und Volkswirt Philipp Wenzel antreten.

Doch daraus wird nichts. Am Samstag kam heraus, dass der Beirat des HSV entschieden hat, Bester und Co. nicht zur Wahl zuzulassen. Lediglich die dreiköpfige Gruppe um Jansen sowie Ralph Hartmann als Vize-Kandidat stehen für die Wahl der jeweiligen Ämter (Präsident, Vizepräsident, Schatzmeister) zur Verfügung.

„Einige Bewerberinnen und Bewerber für die Präsidiumswahl haben ihre Bewerbung an bestimmte Bedingungen geknüpft“, heißt es in einer offiziellen Mitteilung. „Dem Beirat obliegt es jedoch weder, diese Bedingungen zu bewerten, noch, diese Rahmenbedingungen zu ermöglichen.“

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Daher sei eine Zulassung in diesen Fällen nicht möglich gewesen. Nachfragen zu den Nicht-Berücksichtigungen will der Beirat nicht geben. Alle Bewerberinnen und Bewerber seien vorab über die Entscheidung informiert worden.

Hamburger SV: Jansen-Wahl so gut wie sicher

Somit steht Jansen als einziger Präsidentschaftskandidat da und kann sich einer erneuten Amtszeit beinahe sicher sein. Eine richtige Wahl wird auf der Mitgliederversammlung des Hamburger SV so nicht stattfinden können. Ob der Beirat dem Verein damit einen Gefallen getan hat, wird sich zeigen.

Die Antwort von Marinus Bester und sein Team ließ nicht lange auf sich warten. Die holten zum verbalen Gegenangriff aus. >>> Hier erfährst du mehr. (mh)